VOLLTEXTSUCHE
News, 15.02.2013
BIP-Rückgang
Deutsche Wirtschaft zum Jahresende ausgebremst
Die Nachfrageschwäche in den Eurozone-Ländern hat im vierten Quartal in Deutschland zu einem deutlich Rückgang der Wirtschaftsleistung geführt. Unter dem Strich ist allerdings das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2012 gestiegen. Auch deutet vieles darauf hin, dass sich die Konjunktur in Deutschland und Europa langsam wieder zu erholen beginnt.
Die Rezession im Euroraum traf insbesondere die exportabhängige Industrie. Die Konjunkturaussichten hellen sich jedoch inzwischen auf.
Die Rezession im Euroraum traf insbesondere die exportabhängige Industrie. Die Konjunkturaussichten hellen sich jedoch inzwischen auf.

Die deutsche Wirtschaft ist im Schlussquartal 2012 geschrumpft. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes verringerte sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP), also der Wert der in Deutschland hergestellten materiellen und immateriellen Güter, gegenüber dem dritten Quartal real um 0,6 Prozent. Ökonomen hatten zwar mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung gerechnet, allerdings nur um 0,5 Prozent. In den ersten drei Quartalen war die Wirtschaftsleistung preis-, saison- und kalenderbereinigt noch gestiegen, wenn auch mit nachlassender Dynamik (Q1: +0,5%, Q2: 0,3%; Q3: 0,2%). Für das gesamte Jahr 2012 ergibt sich daraus ein Wachstum der deutschen Wirtschaft um 0,7 Prozent, kalenderbereinigt sogar um 0,9 Prozent.

Hauptverantwortlich für den Rückgang der Wirtschaftsleistung im vierten Quartal waren vergleichsweise schwache Außenhandelszahlen. So konnte die deutsche Wirtschaft den Einbruch der Exporte in den Eurozone-Ländern, anders als in den Vorquartalen, nicht mehr durch die Exportzuwächse im außereuropäischen Ausland kompensieren. Das führte im Ergebnis dazu, dass die Warenausfuhren dem Statistikamt zufolge deutlich stärker sanken als die Wareneinfuhren und der deutsche Außenhandel keinen Wachstumsbeitrag leisten konnte. Bei der Inlandsnachfrage zeigt sich im vierten Quartal dagegen ein gemischtes Bild: Während der private und staatliche Konsum leicht zunahm, gingen die Investitionen insgesamt zurück. Insbesondere die Ausrüstungsinvestitionen verringerten sich deutlich. Auch in Bauten wurde dem Statistikamt zufolge geringfügig weniger investiert als im Vorquartal.

Im Vergleich zum Vorjahr legte allerdings die Wirtschaftsleistung insgesamt im Schlussquartal 2012 leicht zu: Dem Statistikamt zufolge ergibt sich hier beim BIP real ein minimaler Zuwachs um 0,1 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen lag im Zeitraum Oktober bis Dezember mit 41,9 Millionen ebenfalls über dem Vorjahresstand. Sie erhöhte sich auf Jahressicht um 320.000 Personen bzw. 0,8 Prozent.

Ökonomen sehen Silberstreif am Horizont

Trotz des Dämpfers zum Jahresabschluss mehren sich jedoch die Zeichen, dass es mit der Konjunktur sowohl in Deutschland und Europa als auch weltweit langsam wieder aufwärts geht. So stieg der ifo-Geschäftsklimaindex im Februar den dritten Monat in Folge auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr. Auch in der Weltwirtschaft hat sich die Stimmung deutlich aufgehellt, wie der Weltwirtschaftsklimaindikator zeigt. Gleiches gilt im Euroraum, wo der ifo-Wirtschaftsklimaindikator ebenfalls erstmals wieder seit einem halben Jahr nach oben zeigt und die Konjunkturaussichten von den Ökonomen im ersten Quartal so positiv bewertet wurden wie seit Anfang 2011 nicht mehr.

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG