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News, 17.11.2011
BIP-Anstieg
Deutsche Wirtschaft wächst trotz Eurokrise weiter
Die deutsche Wirtschaft hat im dritten Quartal erneut die Wirtschaftsleistung deutlich steigern können. Tragende Säule des Wirtschaftswachstums war der private Konsum. Um die weiteren Konjunkturaussichten steht allerdings dem ZEW zufolge aber schlecht.
Dem DIW zufolge zehrt die deutsche Wirtschaft noch vom Hoch im ersten Halbjahr. Damit dürfte allerdings bald Schluss sein.
Dem DIW zufolge zehrt die deutsche Wirtschaft noch vom Hoch im ersten Halbjahr. Damit dürfte allerdings bald Schluss sein.
Die deutschen Verbraucher befeuern weiterhin die Konjunktur in Deutschland, zeigt die Quartalsauswertung des Statistischen Bundesamtes zum deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Vierteljahr. Danach hat sich die deutsche Wirtschaftsleistung von Juli bis September im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 Prozent erhöht. Damit hat die deutsche Wirtschaft zum zehnten Mal in Folge auf Quartalssicht zugelegt. Im zweiten Quartal dieses Jahres hatte sich der Wert der in Deutschland hergestellten Waren und Dienstleistungen nach einem äußerst dynamischen Jahresbeginn (1. Quartal: +1,3%) aufwärts revidiert um lediglich 0,3 Prozent erhöht. Im Vorjahresvergleich erhöhte sich die deutsche Wirtschaftsleistung preisbereinigt nach einem Plus im 1. Quartal von 5,0% und einem Zuwachs um 3,0 Prozent im Vorquartal im dritten Quartal um 2,5 Prozent.

Verantwortlich für den erneuten Anstieg des deutschen BIP war dem Statistikamt zufolge in erster Linie eine dynamischere Inlandsnachfrage. Stärkster Wachstumsmotor war der private Konsum. Auf ihn entfiel der höchste Wachstumsbeitrag. Daneben investierten die Unternehmen wieder mehr in Maschinen und technisches Gerät. Anders bei den Bauinvestitionen. Sie gingen auf Quartalssicht leicht zurück. Die Exporte zeigten insgesamt zwar weiterhin nach oben, konnten allerdings zum Wachstum keinen nennenswerten Beitrag liefern, da die deutschen Einfuhren etwa gleich stark stiegen und vom Außenhandel daher keine nennenswerte Wachstumswirkung ausging.

Bewährungsprobe für die deutsche Wirtschaft kommt noch


Ungeachtet des erneuten Wirtschaftswachstums im dritten Quartal: Die Konjunkturprognosen verdunkeln sich inzwischen immer mehr, so auch die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). So gab das ZEW-Konjunkturbarometer im November den neunten Monat in Folge nach und notiert mit aktuell minus 55,2 Punkten so niedrig wie seit Oktober 2008 nicht mehr. „Mit diesem Wert befinden sich die ZEW-Konjunkturerwartungen unter ihrem historischen Mittelwert von 25,0 Punkten“, so das ZEW. Der Indikator zur aktuellen Wirtschaftslage bewege sich zwar nach wie vor im positiven Bereich, sank im November aber ebenfalls erneut (-4,2 auf 34,2 Punkte).

Deutlich schlechter sieht es in der Eurozone aus. Hier gab der Indikator zur aktuellen Lage im November sogar um 8,1 Zähler auf minus 39,8 Punkte gab nach. Ähnlich der Indikator Konjunkturaussichten, der mit aktuell 39,8 Punkten gegenüber Oktober um 7,9 Punkte nach unten sackte. "Der Welthandel schwächt sich ab und die Schuldenproblematik im Euroraum und in den Vereinigten Staaten legt sich wie Mehltau auf die Konjunktur. Diese Risiken könnten noch gewichtiger werden, was das Wachstum in Deutschland weiter beeinträchtigen dürfte", kommentierte ZEW-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Franz die aktuellen Zahlen.


Keinen Anlass für  Konjunkturoptimismus sieht auch der Konjunkturexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Ferdinand Fichtner. Wie der DIW-Konjunkturchef gegenüber dpa zum jüngsten BIP-Wachstum erklärte, habe die deutsche Industrie „vor allem vom Auftragspolster der vorangegangenen Monate gezehrt."
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