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News, 12.01.2011
BI-Trends
Business Intelligence wird operatives Steuerungsinstrument
Die Funktion von Business Intelligence (BI) in Unternehmen wandelt sich: Laut Information Builders wird sich der Fokus von BI-Anwendungen 2011 vom klassischen Reporting in Richtung Performance-Analysen und operative Unternehmenssteuerung verlagern.
Die Überwachung und Steuerung des Tagesgeschäfts rückt immer stärker in den Fokus. BI wird damit ein zentrales Führungsinstrument.
Die Überwachung und Steuerung des Tagesgeschäfts rückt immer stärker in den Fokus. BI wird damit ein zentrales Führungsinstrument.
Die bis vor einiger Zeit bei BI-Lösungen vorherrschende Maxime, je mehr Informationen desto besser, hat sich mittlerweile überholt. Der Anspruch an BI hat sich in Richtung Qualität verlagert. Im Mittelpunkt steht nicht die Quantität der Daten, sondern vielmehr die Fähigkeit, relevante Daten in leicht verständlicher Form aufzubereiten und sie so zugänglich zu machen, dass sie sofort weiter analysiert und nicht nur für die strategische Unternehmensplanung, sondern auch die operative Unternehmenssteuerung nutzbar gemacht werden können. Laut einer Prognose des BI-Anbieter Information Builders wird sich diese Entwicklung im Jahr 2011 noch weiter verstärken. In diesem Kontext hat Information Builders für 2011 folgenden sechs Trends identifiziert, die sich als Ergebnis zahlreicher Gespräche mit Unternehmen sowie Nachforschungen im Hinblick auf die Auswahl und den Einsatz von BI-Anwendungen abzeichneten.

BI-Trend 1: Insellösungen sind passé

In Unternehmen jeder Größenordnung sind über die Jahre hinweg eine Vielzahl von BI-Lösungen entstanden, die sich meist auf das Berichtswesen und eine Vielzahl von Reports beschränken. Oft entstanden im Laufe der Zeit eine heterogene Vielfalt und nicht-kompatible Systeme. Um dieses unkoordinierte Vorgehen zu beenden, haben Unternehmen damit begonnen, BI-Competence-Center einzurichten. Deren Aufgabe ist eine bessere Abstimmung von Fachbereichen und IT.

BI-Trend 2: Kennzahlen schaffen Transparenz in den Prozessen

Eine Reihe von Unternehmen hat bereits damit begonnen, ihre langfristige Business-Planung mit der operativen Steuerung des Alltagsgeschäfts zu koppeln. Die dazu notwendige Klammer liefern betriebswirtschaftliche Kennzahlen (KPIs, Key Performance Indicators). Das Kennzahlensystem stellt die notwendigen Informationen für alle Entscheidungen im Unternehmensalltag bereit. Darin werden Vorgaben festgelegt, deren Erreichung durch einen fortlaufenden Soll-Ist-Vergleich überprüft wird. Ergänzend werden die Ist-Zahlen dazu verwendet, die mittelfristige Planung anzupassen. Dadurch entsteht ein geschlossener Kreislauf von Planung, Umsetzung, Feedback und neuer Planung.

BI-Trend 3: Operational BI setzt sich durch

Fach- und Führungskräfte erhalten damit die aktuell benötigten Informationen, um das Tagesgeschäft in einem Unternehmen überwachen und steuern zu können. Das Ziel ist, unerwartete Probleme sofort lösen zu können. Auch hier zeigt sich: BI wird für immer mehr Anwendergruppen in den Unternehmen relevant. Die BI-Anwendungen müssen daher deutlich einfacher und intuitiver zu nutzen sein, als es bei klassischen Applikationen etwa für Controller der Fall ist.

BI-Trend 4: Datenqualität rückt stärker in den Fokus


Immer wieder klagen Anwender über eine mangelhafte Datenqualität in ihren BI-Anwendungen, die Informationen aus den verschiedensten Quellen zusammenführen. Vielfach sind die Ursprungsdaten lückenhaft und widersprüchlich. Zu selten erst werden bei der Erfassung und Speicherung Datenmanagement-Tools eingesetzt, um Fehler rechtzeitig zu erkennen. Statt Fehler im Nachhinein zu beheben, muss an der Quelle angesetzt werden, bevor falsche Angaben in die Datenbanksysteme gelangen können.

BI-Trend 5: Informationen müssen vielfach in Echtzeit zur Verfügung stehen

In nahezu allen Branchen ändern sich die Rahmenbedingungen immer schneller. Unternehmen benötigen daher die neuesten Zahlen zur Unternehmenssteuerung - und nicht die Werte vom letzten Quartal. Die Veränderungen in Richtung Echtzeitzugriff haben auch Auswirkungen auf eine deutlich komfortablere Art der visuellen Datenaufbereitung, auf eine bequeme Navigation und nicht zuletzt auf höhere Anforderungen an die Datenqualität.

BI-Trend 6: Kunden und Lieferanten fordern Self-Service-BI

Wo Unternehmen ihre Lieferanten, Geschäftspartner und Kunden verstärkt in ihre Geschäftsprozesse integrieren, werden sie ihnen auch einen sicherheitstechnisch strikt kontrollierten Zugriff auf interne Datenquellen gewähren. Realisieren lassen sich solche Lösungen in Form von Portalen.

"Bei BI geht es nicht darum, Berichte für die nächsthöhere Führungsebene zu generieren“, so Klaus Hofmann zur Linden, Technical Manager Germany bei Information Builders. Kernaufgabe müsse vielmehr sein, die richtigen Daten zur richtigen Zeit zu liefern, um Unternehmen effektiver steuern zu können. "Eine proaktive Unternehmenssteuerung beruht auf dem Regelkreis Planung, Soll-Ist-Vergleich, Abweichungsanalyse und Gegensteuerung. Die Bedingung dafür ist, dass Unternehmen ein kennzahlenorientiertes Reporting und eine zielgerichtete Analyse implementieren“, erläutert Hoffmann. Worum es letztlich gehe, sei die Fähigkeit, bessere, schnellere und sachkundigere Entscheidungen auf der Grundlage aller relevanten Daten zu treffen.
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