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News, 22.12.2015
Verstärkter Fokus auf Sekundärrohstoffe
BDE mahnt weiteren Ausbau der Recyclingquoten an
Der weltweit zunehmende Rohstoffbedarf und die foranschreitende Verknappung zahlreicher Primärrohstoffe lässt dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) zufolge dem Recycling eine immer größere Bedeutung zukommen.
Bei Stahl beläuft sich die Recyclingquote bereits auf 90 Prozent  (Bild: PantherMedia  / mike mols).
Bei Stahl beläuft sich die Recyclingquote bereits auf 90 Prozent (Bild: PantherMedia / mike mols).
Jede siebte Tonne Rohstoff, die von der deutschen Industrie verwendet wird, stammt aus dem Recycling. Das teilte der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) anlässlich des jüngsten Bergbauunglücks in Brasilien mit, bei dem eine Fläche der Größe Portugals mit giftigem Abraum überflutet wurde. „Für 14 Prozent des deutschen Rohstoffbedarfs müssen keine Löcher mehr in die Landschaft gegraben, Flüsse und Seen verseucht werden“, so BDE-Präsident Peter Kurth.

Nach Einschätzung des BDE müssen vor dem Hintergrund des weltweit zunehmenden Rohstoffbedarfs und der Endlichkeit zahlreicher Primärrohstoffe mehr denn je die Sekundärrohstoffe in den Fokus rücken. Kurth zufolge nehme Deutschland bei der Erschließung dieser Rohstoffquelle bereits eine Vorreiterrolle ein. "Bereits 2012 sparte die deutsche Wirtschaft durch den Einsatz von Sekundärrohstoffen Rohstoffimporte in Höhe von rund 12 Milliarden Euro“, so der BDE-Chef. Recycling trage maßgeblich dazu bei, die Abhängigkeit Deutschlands von Rohstoffimporten zu senken.

Angaben des BDE zufolge betragen die Wiederverwertungsquoten bei Aluminium gegenwärtig 35 Prozent, bei Blei 59 Prozent und bei Stahl 90 Prozent betragen. Bei Glas und Papier beläuft sich der Einsatz von Sekundärrohstoffen sogar auf 68 und 94 Prozent. Bei Kupfer liege Deutschland mit einer Recyclingquote von 54 Prozent Kurth zufolge sogar weltweit an der Spitze. „Recycling ist der Schlüssel, um Eingriffe in die Umwelt weiter maßgeblich zu reduzieren“, mahnte Kurth.

Weltweit werden Rohstoffe teils unter umwelt- und gesundheitsschädigenden Bedingungen abgebaut, um den Rohstoffhunger insbesondere der Industrienationen zu stillen. In Brasilien war Anfang November der Damm einer Eisenerzmine gebrochen, wobei Millionen Tonnen giftige Schlämme freigesetzt wurden und den Fluss Rio Doce verpesteten. Das Unglück im Bundesstaat Minas Gerais gilt als die größte Umweltkatastrophe in dem südamerikanischen Land.

cs/BDE
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