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News, 24.09.2010
Außenhandelspreise
Preisauftrieb bei Rohstoffen setzt sich fort
Die Einfuhrpreise haben im August auf Monatssicht nach einem leichten Rückgang im Juli wieder zugelegt, insbesondere die für Rohstoffimporte. Die deutschen Ausfuhrpreise stiegen ebenfalls erneut.
Am stärksten stiegen gegenüber Juli die Einfuhrpreise für Aluminium. Den stärksten Preisauftrieb auf Jahressicht gab es bei Eisenerz.
Am stärksten stiegen gegenüber Juli die Einfuhrpreise für Aluminium. Den stärksten Preisauftrieb auf Jahressicht gab es bei Eisenerz.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, ist der Index der Einfuhrpreise im August gegenüber Juli um 0,2 Prozent gestiegen. Im Juli war Index noch auf Monatssicht um 0,2 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Einfuhrpreise im August um 8,6 Prozent. Im Juli war die Jahresteuerungsrate noch bei 9,9 Prozent und im Juni bei 9,1 Prozent gelegen. Der Index der Ausfuhrpreise stieg im Vergleich zum Juli ebenfalls (+0,3%) und lag um 4,2 Prozent über dem Vorjahresmonat. Das war die höchste Jahresteuerung seit 1982 (+4,3%).

Dem Statistikamt zufolge war die hohe Jahresteuerung unter anderem auf die höheren Energiepreise zurückzuführen, die im August um 21,5 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen (gegenüber Juli 2010: -0,6%). Den stärksten Preisauftrieb gab es beim Erdgas, das sich auf Jahressicht um 33,9 Prozent verteuerte (gegenüber Juli: +0,3%). Die Preise für Rohöl stiegen binnen Jahresfrist um 19,5 Prozent (gegenüber Juli: -2,2%) und die für Mineralölerzeugnisse um 18,0 Prozent (gegenüber Juli: +2,0%). Der Einfuhrpreisindex ohne Eröl und Mineralölerzeugnisse stieg im August auf Jahressicht um 7,4 Prozent und gegenüber Juli um 0,3 Prozent.

Rohkupfer deutlich teurer als im Juli

Im August haben die Einfuhrpreise für Rohstoffe im Vergleich zum Juli durch die Bank weg zugelegt. Den höchsten Preisanstieg verzeichneten Importeure von Rohkupfer, das sich im August auf Monatssicht um 7,1 Prozent verteuerte und 29,6 Prozent mehr kostete als im August 2009. Die Preise für Eisenerz erhöhten sich auf Jahressicht sogar um 72,9 Prozent und mit einem Zuwachs um 0,3 Prozent gegenüber Juli zum fünften Mal in Folge. Für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen mussten deutsche Importeure 26,7 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr und 5,9 Prozent mehr als im Juli. Die Preise für Nichteisenmetalle und deren Halbzeug stiegen binnen Jahresfrist um 25,2 Prozent (gegenüber Juli: +2,4%) und die für Nickel um 28,8 Prozent (gegenüber Juli: + 4,7%). Rohaluminium verteuerte sich auf Jahressicht um 12,6 Prozent (gegenüber Juli: -0,2%).

Getreidepreise schießen weiter in die Höhe

Im Nahrungsmittelsektor hat sich der Preisauftrieb bei Getreideimporten im Vergleich zum Juli noch einmal verstärkt. Laut Statistik erhöhten sich hier die Einfuhrpreise im Vergleich zum Vorjahr um 37,7 Prozent und gegenüber Juli um 12,4 Prozent. Die Weizenpreise stiegen im Vergleich zum Juli sogar um 18,4 Prozent und binnen Jahrfrist um 44,4 Prozent. Zum Vergleich: Im Juli hatte die Jahresteuerung bei Getreide und Weizen noch 18,5 bzw. 14,3 Prozent betragen. Auch Rohkaffee hat sich erneut verteuert. Hier stiegen die Preise auf Monatssicht um 3,3 Prozent und im Vergleich zum Vorjahr um 44,2 Prozent. Die Preise für Milch und Milcherzeugnisse erhöhten sich im August auf Jahressicht um 15,4 Prozent (gegenüber Juli: +0,4%).
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