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News, 30.01.2013
Außenhandelspreise
Deutsche Importe mit schwächster Jahresteuerung seit 2009
Die deutschen Einfuhrpreise sind im Dezember so schwach auf Jahressicht gestiegen wie seit drei Jahren nicht. Das Gesamtjahr 2012 betreffend wurde die Preisentwicklung der Importe vor allem vom Preisauftrieb bei importierter Energie und deutlichen Preisrückgängen bei Metallen und Erzen bestimmt.

Der Inflationsdruck über deutsche Importe hat sich im Dezember weiter abgeschwächt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtet, lagen die Preise für nach Deutschland importierte Güter im Dezember durchschnittlich lediglich 0,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Eine niedrigere Jahresteuerungsrate deutscher Importe gab es zuletzt im Dezember 2009. Gegenüber November verbilligten sich deutsche Einfuhren sogar im Durchschnitt um 0,5 Prozent. Volkswirte hatten Medienberichten zufolge eigentlich mit einem Anstieg der Einfuhrpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,9 Prozent und lediglich mit einem Rückgang binnen Monatsfrist um 0,1 Prozent gerechnet.

Dämpfend auf die Entwicklung des Einfuhrpreisindex im Dezember wirkte unter anderem der sich weiter abschwächende Preisdruck bei importierten Energieprodukten, die sich im Dezember lediglich um 0,3 Prozent auf Jahressicht verteuerten. Gegenüber November sanken die Preise für importierte Energie sogar im Schnitt um 1,4 Prozent. Im November war der Preisindex für importierte Energie noch 2,0 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen und auf Monatssicht um 0,1 Prozent gestiegen. Deutliche Preissteigerungen gab es im Dezember 2012 bei importiertem Getreide, das sich auf Jahressicht um 19,8 Prozent und binnen Monatsfrist um 0,5 Prozent verteuerte. Erheblich billiger als im Vorjahr war dagegen Eisenerz, für das Importeure im Dezember 35,2 Prozent weniger zahlen mussten als im Vorjahresmonat. Auf Monatssicht verteuerte sich Eisenerz jedoch den zweiten Monat in Folge deutlich um 4,7 Prozent.

Preise für Baumwolle 2012 um über ein Drittel gesunken

Im Gesamtjahr 2012 verteuerten sich nach Deutschland eingeführte Waren gegenüber dem Vorjahr dem Statistikamt zufolge im Schnitt um 2,1 Prozent. Das war nur rund ein Viertel so stark wie im Jahr davor: 2011 waren die Einfuhrpreise noch im Jahresschnitt um 8,0 Prozent gestiegen.

Knapp die Hälfte des Anstiegs des deutschen Einfuhrpreisindex war auf die Preisentwicklung bei Energie zurückzuführen. Hier stiegen die Preise 2012 im Jahresschnitt um 7,4 Prozent. Am  stärksten verteuerten sich  importierte Mineralölerzeugnisse, die 2012 im Durchschnitt 10,1 Prozent mehr kosteten als im Jahr 2011. Rohöl und Erdgas verteuerte sich ebenfalls kräftig um 8,2 bzw. 7,9 Prozent. Die Preisanstiege bei Energieprodukten herausgerechnet verteuerten sich deutsche Importe 2012 im Durchschnitt nur um 1,1 Prozent.

Erheblich günstiger als 2011 waren dagegen Erzimporte. Sie verbilligten sich 2012 im Schnitt um 13,7 Prozent. Die Preise für importierte Eisenerze sanken im Durchschnitt sogar um 22,6 Prozent. Dem Statistikamt zufolge war das in diesem Produktbereich der stärkste Preisrückgang seit 1986. Die Preisentwicklung bei Metallerzen drückte nach Auskunft der Statistikbehörde auch die Preise für Metalle, demnach sich Roheisen, Stahl und Ferroliegerungen im Durchschnitt ebenfalls um 6,8 Prozent verbilligten. Gleiches galt für Nicht-Eisen-Metalle und entsprechendes Halbzeug, wo sich das Preisniveau um durchschnittlich 2,4 Prozent verringert.

Besonders starke Preisrückgänge verzeichneten Importeure von Baumwolle. Hier sanken die Preise 2012 im Schnitt um 36,3 Prozent. Auch Preise für importierten Rohkaffee gaben deutlich nach: Er verbilligte sich, nachdem die Preise 2011 im Schnitt um 39,2 Prozent gestiegen waren, 2012 um 19,5 Prozent.

Die deutschen Ausfuhrpreise stiegen 2012 im Durchschnitt um 1,7 Prozent. Im Dezember lag das Preisniveau der deutschen Exporte 1,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gegenüber November verbilligten sich deutsche Ausfuhren im Dezember um 0,4 Prozent.

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