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News, 08.07.2010
Außenhandel
Rekordanstieg der deutschen Exporte
Der Außenhandel bleibt die Konjunkturlokomotive der deutschen Wirtschaft: Im Mai haben die deutschen Exporte so stark zugelegt wie seit 10 Jahren nicht mehr.
Nach einem leichten Dämpfer im April hat die deutsche Wirtschaft ausfuhrseitig wieder kräftig Fahrt aufgenommen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stiegen die deutschen Ausfuhren im Mai auf Jahressicht um 28,8 Prozent auf 77,5 Milliarden Euro. Das war der höchste Anstieg binnen Jahresfrist in einem Monat seit Mai 2000 (+30,7%). Gegenüber April 2010 erhöhten sich die Ausfuhren deutscher Exporteure kalender- und saisonbereinigt im Mai um 9,2 Prozent.

Exporte in EU um fast ein Viertel über Vorjahresniveau

Wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen hervorgeht, hat der deutsche Außenhandel mit Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) im Mai gegenüber April deutlich an Dynamik gewonnen. Danach stiegen die deutschen Exporte in EU-Mitgliedsstaaten im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 22,8 Prozent auf 47,1 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Im Vormonat hatte das deutsche Ausfuhrvolumen mit 42,9 Milliarden Euro noch um 16,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen. Wichtigster Handelspartner deutscher Exporteure waren erneut die Eurozone-Länder, in die mit 32,1 Milliarden Euro fast 70 Prozent der deutschen EU-Ausfuhren gingen. Gegenüber Mai 2009 ist das ein Jahresplus von 21,4 Prozent. Auf die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, entfielen deutsche Warenlieferungen im Wert von 15,0 Milliarden Euro. Hier stiegen die Exporte binnen Jahresfrist im Mai sogar um 25,8 Prozent. Die höchsten Zuwächse beim Export erzielte die deutsche Wirtschaft im Mai allerdings erneut im Handel mit sogenannten Drittländern, also Ländern außerhalb der Europäischen Union. In diese Länder erhöhten sich die deutschen Ausfuhren mit einem Gesamtvolumen von 30,4 Milliarden Euro im Mai auf Jahressicht sogar um 39,5 Prozent.

Höchster Anstieg der deutschen Importe seit 20 Jahren


Im Mai führten deutschen Unternehmen Waren im Wert von 67,7 Milliarden Euro ein. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist das Plus von 34,3 Prozent und zugleich der höchste Zuwachs binnen Jahresfrist seit Januar 1989 (+39,9%). Größter Handelspartner deutscher Unternehmen waren auch hier erneut die EU-Mitgliedsstaaten, aus denen im Mai Waren im Wert von 43,2 Milliarden Euro (+32,1%) bezogen wurden. Der mit Abstand größte Teil der Einfuhren aus EU-Mitgliedsstaaten entfiel mit 30,6 Milliarden Euro (+21,4%) auf die Eurozone-Länder. Aus Ländern der EU, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 12,5 Milliarden Euro (+30,5%) nach Deutschland eingeführt. Am stärksten stiegen die Importe aus Nicht-EU-Ländern, aus denen im Mai Waren im Wert von 24,6 Milliarden Euro bezogen wurden. Gegenüber Mai 2009 ist das ein Anstieg um 38,2 Prozent.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Mai 2010 mit einem Überschuss von gerundet 9,7 Milliarden Euro ab. Im Mai 2009 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz ebenfalls 9,7 Milliarden Euro betragen.
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