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News, 27.04.2010
Außenhandel
Einfuhrpreise für Rohstoffe ziehen kräftig an
Im März haben sich die deutschen Importe so stark verteuert wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Insbesondere Energie und Rohstoffe wie Nickel wurden für Importeure erheblich teurer.
Die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft und damit einhergehend steigende Nachfrage nach  Energie und Rohstoffen treibt die Einfuhrpreise in die Höhe: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, lag der Index der Einfuhrpreise im März 2010 um 5,0 Prozent höher als im Vergleichszeitraum 2009. Nach Auskunft der Statistikbehörde war das die höchste Jahresteuerungsrate seit September 2008, wo die Importpreise um 7,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen waren. Im Januar hatte die Jahresveränderungsrate noch plus 1,4 Prozent und im Februar plus 2,6 Prozent betragen.

Laut Destatis ist der Preisanstieg insbesondere auf die gestiegenen Preise für Energie zurückzuführen, die im März 2010 gegenüber dem Vormonat um 5,4 Prozent zulegten und durchschnittlich damit um 22,1 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. Den stärksten Preisauftrieb gab es bei Rohöl mit einer Jahresteuerungsrate von 60,1 Prozent sowie bei Mineralölerzeugnissen, die sich gegenüber März 2009 um 57,5 Prozent verteuerten. Deutlich günstiger zu haben war dagegen Erdgas, das im März 2010 knapp ein Viertel weniger kostete als im Vergleichszeitraum 2009, sich allerdings gegenüber dem Vormonat mit einem Preisanstieg um 1,7 Prozent zum vierten Mal in Folge verteuerte. Das Preisniveau für Steinkohle lag ebenfalls deutlich unter dem von März 2009 (- 27,3%).

Rohstoffe deutlich teuerer als Vorjahr

Die steigende Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen schlägt sich auch in einem starken Anstieg der Rohstoffpreise nieder. So stiegen die Einfuhrpreise für beispielsweise Nickel, das zur Stahlerzeugung verwendet wird, im März 2010 gegenüber dem Vormonat um 15,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich das Preisniveau für Nickel um 107,4 Prozent. Erheblich auch der Preisauftrieb bei Rohkupfer, das sich im März gegenüber Februar um 8,7 Prozent und im Vergleich zum März 2009 um 85,7 Prozent verteuerte. Deutlich gestiegene Einfuhrpreise machte die Statistikbehörde zudem für Nicht-Eisen-Metallerze und Nicht-Eisen-Metalle aus, die im Vergleich zum Vorjahresmonat 58,7 Prozent (gegenüber Februar 2010: +7,6%) bzw. 33,1 Prozent (gegenüber Februar 2010: +4,8%) mehr kosteten. Im Jahresvergleich um gut ein Viertel (-26,3%) günstiger zu haben war im März 2010 dagegen Eisenherz. Im Vergleich zum Vormonat zogen allerdings auch hier die Preise zum vierten Mal in Folge an (+4,3%).

Im Nahrungsmittelsektor verzeichnete die Statistikbehörde den stärksten Preisanstieg bei Rohkaffee, der sich im März im Vorjahresvergleich um 15,5 Prozent und gegenüber Februar um 5,6 Prozent verteuerte und damit seine seit Dezember 2009 zu beobachtende Preisentwicklung nach oben fortsetzte. Gestiegene Einfuhrpreise machten Statistiker zudem für Milch und Milcherzeugnisse aus, die um 4,8 Prozent teurer waren als im März 2009 (+0,5% gegenüber Februar 2010). Im Vergleich zum Vorjahr günstiger hingegen waren Getreide (-4,9%) und Geflügelfleisch (-7,6%), wobei auch hier die Preise gegenüber Februar 2010 leicht um 1,3 bzw. 1,0 Prozent zulegten.
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