VOLLTEXTSUCHE
News, 28.07.2010
Außenhandel
Ein- und Ausfuhrpreise ziehen weiter an
Der Preisauftrieb im Außenhandel setzt sich fort: Im Juni verzeichneten deutsche Importeure den höchsten Anstieg der Einfuhrpreise binnen Jahresfrist seit fast zehn Jahren. Bei den Ausfuhren stieg die Jahresteuerungsrate ebenfalls auf ein Zehnjahreshoch.
Nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der Index der Einfuhrpreise im Juni um 9,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Den Statistikern zufolge war das höchste Jahresteuerungsrate seit November 2000 (+10,6%). Damit hat sich der Preisauftrieb bei den deutschen Importen erneut beschleunigt: Im Mai war die Jahresteuerung noch bei 8,5 Prozent und im April bei 7,9 Prozent gelegen. Gegenüber Mai 2010 erhöhten sich die Einfuhrpreise insgesamt um 0,9 Prozent. Auch die Exportwirtschaft zog ihre Preise weiter auch. So stieg der Index der Ausfuhrpreise deutscher Exporteure im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,9 Prozent und damit so stark wie seit Oktober 2000 nicht mehr (3,9%). Im Mai und April hatte hier die Jahresteuerungsrate noch bei 3,6 bzw. 3,0 Prozent gelegen.

Hauptgrund für den erneuten Anstieg des Einfuhrpreisindex waren insbesondere die Preise für Energie, die sich gegenüber Mai um 3,8 Prozent erhöhten und im Juni um 23,8 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. Den stärksten Preisauftrieb verzeichnete Rohöl, das sich im Juni gegenüber Mai um 4,3 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 23,8 Prozent verteuerte. Auch Mineralölerzeugnisse waren erheblich teurer: Hier stiegen die Preise binnen Jahresfrist um 30,1 Prozent und gegenüber Mai um 1,0 Prozent. Erdgas verteuerte sich gegenüber dem Vormonat um 4,7 Prozent und gegenüber Juni 2009 13,5 Prozent. „Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Juni 2010 um 6,8% über dem Stand von Juni 2009 (+ 0,7% gegenüber Mai 2010“, so das Statistikamt.

Bei den Rohstoffen lagen die Preise für Nicht-Eisen-Metallerze im Juni um 41,1 Prozent über dem Vorjahresniveau, allerdings um 1,5 Prozent unter dem Niveau von Mai 2010. Die Preise für Nichteisenmetalle und deren Halbzeug erhöhten sich auf Jahressicht um 35,0 Prozent und fielen gegenüber Mai um 0,6 Prozent. Am stärksten verteuerte sich das zur Stahlerzeugung verwendete Nickel, für das deutsche Importeure rund 65,5 Prozent mehr zahlen mussten als im Vorjahresmonat, allerdings 9,9 Prozent weniger als Mai. Die Preise für Rohkupfer erhöhten sich auf Jahressicht um 48,2 Prozent (gegenüber Mai 2010: -1,5%). Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen blieben gegenüber Mai nahezu konstant (-0,1%) und lagen um 32,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Erheblich gegenüber Mai gestiegen sind dagegen die Preise für Eisenerz, das sich im Monatsvergleich um 18,1 Prozent verteuerte und im Juni 38,9 Prozent teuerer war als im Vorjahr. Rohaluminium verteuerte sich gegenüber Vorjahr  um 17,3 Prozent und gegenüber Mai um 1,9 Prozent.  

Im Nahrungsmittelbereich waren insbesondere Rohkaffee-Importe deutlich teuerer als im Vorjahr: Hier stiegen die Preise binnen Jahresfrist um 32,8 Prozent und gegenüber Mai um 12,7 Prozent. Deutlich gestiegen sind auch die Preise für importierte Milch und Milcherzeugnisse, die sich im Juni gegenüber dem Vormonat um 3,2 Prozent und auf Jahressicht um 13,6 Prozent verteuerten. Die Preise für Getreide erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Prozent und gegenüber Mai um 5,3 Prozent.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG