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News, 09.08.2012
Dämpfer im deutschen Außenhandel
Deutscher Export gerät ins Stocken
Die schwache Konjunkturentwicklung in den Eurozone-Ländern hat im Juni die deutschen Ausfuhren unerwartet deutlich sinken lassen. Auf Jahressicht gesehen legten die Exporte jedoch weiter zu.
Dank des starken Anstiegs der Exporte im außereuropäischen Ausland steuern Deutschlands Exporteure dennoch weiter auf Rekordkurs.
Dank des starken Anstiegs der Exporte im außereuropäischen Ausland steuern Deutschlands Exporteure dennoch weiter auf Rekordkurs.

Die Nachfrageschwäche in der Eurozone zeigt im deutschen Außenhandel Wirkung. Aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge sanken die deutschen Ausfuhren im Juni mit einem Gesamtvolumen von 94,6 Milliarden Euro gegenüber Mai kalender- und saisonbereinigt um 1,5 Prozent. Ökonomen hatten nach dem hohen Ausfuhrplus im Mai von 3,9 Prozent zwar eine Abschwächung erwartet, jedoch nicht in ganz so starkem Ausmaß. Im Vergleich zum Vorjahr blieb die deutsche Wirtschaft allerdings auf Wachstumskurs. Dem Statistikamt zufolge überstiegen die Exporte deutscher Unternehmen im Juni ihren Vorjahresstand um 7,4 Prozent. Das war der 29. Monat in Folge, in dem die deutsche Wirtschaft ihre Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr steigern konnte. Einen Rückgang der Exporte binnen Jahresfrist gab es zuletzt im Januar 2010 (-0,8%). Die Wareneinfuhren deutscher Unternehmen gingen ebenfalls auf Monatssicht zurück. Sie beliefen sich im Juni auf 53,6 Milliarden Euro und sanken damit gegenüber Mai sogar um 3,0 Prozent. Auf Jahressicht erhöhten sich die deutschen Einfuhren allerdings um 1,5 Prozent.

Dass die deutsche Wirtschaft ihre Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern konnte, war in erster Linie der weiterhin dynamischen Nachfragenentwicklung im außereuropäischen Ausland geschuldet. So überstiegen die Exporte in die Nicht-EU-Länder im Juni mit Warenlieferungen im Wert von 41,1 Milliarden Euro das Vorjahresniveau um 19,8 Prozent. Die deutschen Ausfuhren in die  EU-Mitgliedsstaaten verringerten sich dagegen binnen Jahresfrist um 0,5 Prozent auf 53,6 Milliarden Euro. Grund hierfür war ein deutlicher Rückgang der Exporte in die Eurozone-Länder, die im Juni mit einem Gesamtvolumen von 35,3 Milliarden Euro 3,0 Prozent weniger Waren von deutschen Unternehmen bezogen als im Vorjahresmonat. Damit hat sich Rückgang deutscher Ausfuhren in die Eurozone im Juni weiter beschleunigt (Mai: -1,5% auf Jahressicht). Deutlich besser lief es in den EU-Mitgliedsstaaten, die nicht der Eurozone angehören. Hier verbuchte die deutsche Wirtschaft mit Warenausfuhren im Wert von 18,0 Milliarden Euro im Juni ein Ausfuhrplus von 4,8 Prozent.

Die Halbjahresbilanz fällt trotz des leichten Dämpfers im Juni, insbesondere vor dem Hintergrund der Eurokrise, dennoch äußerst positiv aus. So setzte die deutsche Wirtschaft in den ersten zwei Quartalen im Ausland 550,4 Milliarden Euro um. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 ist das Plus von 4,8 Prozent. „Insbesondere mit Blick auf die hohen Ausgangswerte des Rekordjahres 2011 ist dies ein erfreuliches Ergebnis“, so Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Bezogen auf das laufende Gesamtjahr sieht der Verband die deutschen Ausfuhren denn auch weiter auf Rekordkurs. So erwartet der Verband in seiner jüngsten Jahresprognose, dass die deutsche Wirtschaft ihre Warenausfuhren gegenüber dem  Rekordergebnis aus dem Vorjahr 2012 erneut um etwa vier Prozent wird steigern können.

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