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Außenhandel
Deutsche Exportwirtschaft verliert an Fahrt

Die deutsche Exportwirtschaft macht aktuell nur halbe Fahrt, während China immer mehr davon zieht: Hier stiegen die Exporte im vergangenen Monat im Vergleich zum Vorjahr um stolze 45,7 Prozent.
Grund für den Dämpfer war vor allem der schwache Außenhandel mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. So sanken die deutschen Ausfuhren in EU-Staaten um 1,1 Prozent auf 40,8 Milliarden Euro. Demgegenüber standen Einfuhren aus diesen Ländern in Höhe von 35,7 Milliarden Euro (+0,5%). Speziell der Handel mit den Ländern aus der Eurozone ließ im Januar zu wünschen übrig: Mit 28,0 Milliarden Euro fiel das Exportvolumen deutscher Firmen hier um 2,1 Prozent geringer aus als im Vergleichszeitraum 2009. Anders bei den Exporten in EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören. Hier legten die deutsche Ausfuhren um 1,2 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro zu.
Am meisten Hoffnung indes macht die Entwicklung der deutschen Exporte in Länder außerhalb der EU, die im Januar mit einem Volumen von 23,1 Milliarden Euro um 2,5 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. „Die Folgen der Wirtschaftskrise zeigen sich insbesondere in Südeuropa, wo die Investitionszurückhaltung negativ auf die Nachfrage nach deutschen Produkten durchschlug", so Anton Börner, Präsident vom Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Die Zeichen stünden aber dennoch auf Erholung. „Die Schwellenländer sind die Gewinner der Krise und bleiben auf absehbare Zeit die Wachstumstreiber für die Weltwirtschaft“, erklärte Börner.
[Quelle: Destatis/BGA]
