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News, 11.10.2011
Außenhandel
Deutsche Exporte unerwartet stark gestiegen
Nach zwei Rückgängen in Folge haben die deutschen Exporte im August wieder deutlich zugelegt. Ein Großteil des Exportwachstums war allerdings dem BGA zufolge einem statistischen Effekt geschuldet.
Dem BGA zufolge wird das Wachstum der Exporte bis zum Jahresende dennoch abflauen.
Dem BGA zufolge wird das Wachstum der Exporte bis zum Jahresende dennoch abflauen.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhten sich die deutschen Ausfuhren im August mit einem Volumen von 85,3 Milliarden Euro kalender- und saisonbereinigt gegenüber Juli um 3,5 Prozent. Damit stiegen die Exporte mehr als doppelt so stark wie von Experten erwartet. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich kalender- und saisonbereinigt mit einem Ausfuhrplus von 1,5 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die deutschen Ausfuhren im August, nachdem sie im Juli lediglich um 4,4 Prozent auf Jahressicht gestiegen waren, sogar um 14,6 Prozent. „Dies jedoch geht zu großen Teilen auf einen statistischen Effekt im Vorjahresvergleich zurück. So belegten die Augustzahlen des Vorjahres einen deutlichen Einbruch, der nun den positiven Ausschlag in diesem Jahr bewirkt“, relativierte Anton F. Börner, Präsident des Groß- und Außenhandelsverbandes BGA den starken Anstieg der Exporte. Im Juli und Juni waren die Exporte noch auf Monatssicht um 1,8 bzw. 1,2 Prozent gesunken.

Wichtigste Absatzregion war im August erneut die Europäische Union (EU), in deren Mitgliedsstaaten deutsche Exporteure Waren im Wert von 48,7 Milliarden Euro versandten und damit 12,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Rund zwei Drittel des Gesamtvolumens hiervon, nämlich 31,5 Milliarden Euro, gingen in die Eurozone-Länder, was einer Wachstumsrate binnen Jahresfrist um 11,5 Prozent entspricht. Die Versendungen in EU-Mitgliedsstaaten, die nicht der Eurozone angehören, erhöhten sich auf Jahressicht um 15,1 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro. Am stärksten stiegen die Exporte in die sogenannten Drittländer, also Länder außerhalb der EU. Hier stand mit einem Ausfuhrvolumen von 36,6 Milliarden Euro binnen Jahresfrist ein Ausfuhrplus von 17,1 Prozent zu Buche.

Die deutschen Importe stagnierten im August dagegen gegenüber Juli und beliefen sich auf 73,5 Milliarden Euro. Laut Reuters hatten Analysten einfuhrseitig eigentlich ein Plus von 0,6 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die deutschen Einfuhren im August um 12,4 Prozent. Damit ergab sich im August ein Außenhandelsbilanzüberschuss von 11,8 Milliarden Euro, gegenüber 9,2 Milliarden Euro im Vorjahresmonat. Kalender- und saisonbereinigt betrug der Saldo aus Aus- und Einfuhren dem Statistikamt zufolge 13,8 Milliarden Euro.

„Trotz der erfreulichen Zahlen rechnen wir für die nächsten Monate mit einer Abschwächung. Die Wachstumszahlen werden sich zum Jahresende hin nicht auf diesem Niveau halten lassen, zumal der krisenbedingte Nachholeffekt aufgebraucht ist“, so Börners Ausblick. Darüber hinaus bereite dem deutschen Außenhandel die ungewisse Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses derzeit große Sorgen. „Für eine Stabilisierung ist es ausschlaggebend, dass die Politik keine Zweifel daran lässt, für die Stabilisierung der Gemeinschaftswährung bis zum Äußersten zu gehen“, mahnte der BGA-Chef.
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