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News, 08.10.2010
Außenhandel
Deutsche Exporte erneut gesunken
Im August haben die deutsche Ausfuhren zum zweiten Mal in Folge an Fahrt verloren. Allerdings bleiben die deutschen Exporte weiter deutlich über dem Vorjahresniveau.
Der deutsche Export legt eine ruhigere Gangart ein. Ein Einbruch sei aber nicht in Sicht, meinte Dirk Schumacher, Chefvolkswirt bei Goldman Sachs.
Der deutsche Export legt eine ruhigere Gangart ein. Ein Einbruch sei aber nicht in Sicht, meinte Dirk Schumacher, Chefvolkswirt bei Goldman Sachs.
Die Dynamik im deutschen Außenhandel schwächt sich ausfuhrseitig ab. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, sind die deutschen Ausfuhren im August auf Monatssicht kalender- und saisonbereinigt um 0,4 Prozent gesunken, nachdem sie bereits im Juli um 1,6 Prozent zurückgegangen waren. Auf Jahressicht hingegen verbuchten deutsche Exporteure ein kräftiges Plus. So lagen die Exporte im August mit einem Ausfuhrvolumen von 75,1 Milliarden Euro um 26,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Größter Abnehmer waren auch im August die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU), in die die deutsche Wirtschaft Waren im Wert von 43,9 Milliarden Euro versandte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das ein Ausfuhrplus von 18,4 Prozent. Das höchste Ausfuhrvolumen entfiel dabei erneut auf Handelspartner in der Eurozone, die im August von deutschen Unternehmen Lieferungen im Wert von 28,6 Milliarden Euro bezogen, was auf Jahressicht einem Plus von 16,5 Prozent entspricht. In EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden deutsche Waren im Wert von 15,2 Milliarden Euro ausgeführt (+22,2%).

Das höchste Ausfuhrplus auf Jahressicht verbuchten deutsche Exporteure erneut im Handel mit Nicht-EU-Ländern, so genannten Drittländern, die im August von deutschen Unternehmen Waren im Wert von 31,3 Milliarden Euro bezogen. Das ist ein Zuwachs binnen Jahresfrist um 40,8 Prozent.

Die deutschen Importe stiegen im August um 0,9 Prozent auf 66,1 Milliarden Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs um 29,2 Prozent entspricht. Wichtigster Handelspartner waren auch hier die Mitgliedsstaaten der EU, von denen deutsche Unternehmen Waren im Wert von 40,7 Milliarden Euro (+24,3%) bezogen. Die Einfuhren aus den Nicht-EU-Ländern beliefen sich auf 25,4 Milliarden Euro (+37,9%).

Der Außenhandelsbilanzüberschuss lag im August 2010 kalender- und saisonbereinigt bei 11,7 Milliarden Euro (Juli: 12,6 Milliarden Euro). Im Vorjahresmonat hatte die Außenhandelsbilanz mit einem Überschuss von 8,1 Milliarden Euro abgeschlossen.
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