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News, 15.09.2010
Außenhandel
China, Brasilien & Co. beflügeln deutsche Exporte
Die deutschen Exporte haben in der ersten Jahreshälfte kräftig zugelegt. Geschuldet war das hohe Ausfuhrplus der deutschen Wirtschaft vor allem den Schwellenländern, in die das Ausfuhrvolumen um mehr als das Doppelte so stark zunahm wie die Exporte in die EU.
Im Gesamtjahr 2010 erwartet das Institut für Weltwirtschaft einen Anstieg der deutschen Exporte um 15,7 Prozent. 2011 wird sich das Wachstum laut Prognose dann halbieren.
Im Gesamtjahr 2010 erwartet das Institut für Weltwirtschaft einen Anstieg der deutschen Exporte um 15,7 Prozent. 2011 wird sich das Wachstum laut Prognose dann halbieren.
Die Geschäfte deutsche Exporteure brummen: Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, stiegen die deutschen Ausfuhren in den ersten zwei Quartalen dieses Jahres insgesamt auf Jahressicht um 17,1 Prozent auf ein Volumen von 458,3 Milliarden Euro. Preisbereinigt stiegen die Exporte um 16,6 Prozent. Die deutschen Importe erhöhten sich im selben Zeitraum um 15,0 Prozent auf 383,6 Milliarden Euro, was preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 13,6 Prozent entspricht.

Exportgeschäft mit Schwellenländern boomt

Größter Wachstumstreiber bei den deutschen Ausfuhren war sowohl im ersten Quartal als auch im zweiten Quartal der Handel mit den so genannten Drittländern, das heißt den Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU). Mit einem Gesamtvolumen von 178,5 Milliarden Euro verzeichnete die deutsche Wirtschaft hier von Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Ausfuhrplus von 26,2 Prozent. Größter Absatzmarkt für deutsche Waren außerhalb der EU waren einmal mehr die USA mit einem Ausfuhrvolumen von 30,8 Milliarden Euro (+14,1%). Das höchste Absatzplus indes erzielten deutsche Exporteure in Brasilien mit einem Anstieg der Versendungen um stolze 61,3 Prozent (5,0 Mrd. Euro), gefolgt von China mit einem Anstieg um 55,5 Prozent (25,2 Mrd. Euro) und der Türkei mit einem Plus von 38,8 Prozent (7,3 Mrd. Euro). Die Ausfuhren in die Schweiz erhöhten sich auf Jahressicht um 17,2 Prozent (20,0 Mrd. Euro), die nach Russland um 18,3 Prozent (11,4 Mrd. Euro) und die nach Japan um 24,3 Prozent (6,3 Mrd. Euro).

Die Ausfuhren in die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union erhöhten sich mit einem Gesamtvolumen von 279,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr auf Jahressicht dagegen nur um 12,0 Prozent. Dabei legten die Exporte in die Eurozone um 10,9 Prozent auf 191,3 Milliarden Euro und die Versendungen in EU-Mitgliedsstaaten, die nicht der Eurozone angehören, um 14,4 Prozent auf 88,5 Milliarden Euro zu. Das höchste Ausfuhrwachstum entfiel dabei auf Portugal mit einem Plus von 26,6 Prozent. Eine gegenläufige Entwicklung gab es dagegen bei Griechenland und Dänemark: Hier gingen die Exporte deutscher Firmen um 12,7 bzw. 1,7 Prozent zurück. Größter Absatzmarkt in der EU indes war Frankreich mit einem Volumen von 45,0 Milliarden Euro (+10,2%), gefolgt von den Niederlanden mit 30,3 Milliarden Euro (+10,3%) und Italien mit 28,2 Milliarden Euro (+10,6%).

China avanciert zu Deutschlands größtem Importeur

Auch bei den deutschen Wareneinfuhren gewinnt der Handel mit den Ländern außerhalb der Europäischen Union immer stärker an Bedeutung. So stiegen die Lieferungen aus Drittländern nach Deutschland im ersten Halbjahr binnen Jahresfrist um 19,7 Prozent auf 165,4 Milliarden Euro. Das höchste Einfuhrplus entfiel dabei auf Russland mit einem Zuwachs um 38,3 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro, dicht gefolgt von China, das mit einem Zuwachs um 35,6 Prozent auf 34,6 Milliarden Euro zum einfuhrseitig wichtigsten Handelspartner Deutschlands aufstieg.

Die Warenlieferung aus der EU erhöhten sich dagegen im ersten Halbjahr mit einem Anstieg auf 218,2 Milliarden Euro nur um 11,7 Prozent (Eurozone: 148,3 Mrd. Euro, +10,2%; Nicht-Euroländer: 69,9 Mrd. Euro, +15,0%). Wachstumsspitzenreiter bei den deutschen Einfuhren innerhalb der Europäischen Union war Schweden mit einem Anstieg um 23,3 Prozent (6,3 Mrd. Euro), gefolgt von Polen mit einem Einfuhrplus von 22,3 Prozent (13,5 Mrd. Euro) sowie den Niederlanden mit einem Jahresplus von 16,5% (33,2 Mrd. Euro).
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