VOLLTEXTSUCHE
News, 15.03.2012
Schub im deutschen Außenhandel
BRIC-Staaten beflügeln zum Jahresauftakt deutschen Export
Deutschlands Exporteure sind mit Schwung ins Jahr 2012 gestartet: Nach dem Dämpfer im Dezember haben die deutschen Exporte im Januar wieder deutlich zugelegt. Besonders starke Zuwächse bei den Ausfuhren verzeichnete die deutsche Wirtschaft im außereuropäischen Ausland.
Trotz schwächerer Weltkonjunktur erwartet der BGA 2012 ein weiteres Wachstum der deutschen Exporte gegenüber dem Vorjahr um etwa sechs Prozent.
Trotz schwächerer Weltkonjunktur erwartet der BGA 2012 ein weiteres Wachstum der deutschen Exporte gegenüber dem Vorjahr um etwa sechs Prozent.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat die deutsche Wirtschaft im Januar Waren im Wert von 85,9 Milliarden Euro ausgeführt und damit ihre Ausfuhren gegenüber Dezember letzten Jahres kalender- und saisonbereinigt um 2,3 Prozent gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stand dem Statistikamt zufolge sogar ein Ausfuhrplus von 9,3 Prozent zu Buche. Ökonomen hatten nach dem Einbruch der Exporte im Dezember (-4,5% gegenüber November) nur mit einem Ausfuhrplus von 2,0 Prozent gerechnet.

Verantwortlich für den unerwartet deutlichen Anstieg der deutschen Exporte zu Beginn des Jahres war ein Nachfrageschub aus den Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU), allen voran den sogenannten BRIC-Staaten Brasilien, Indien, Russland und China. So erhöhten sich die Warenlieferungen ins außereuropäische Ausland im Januar mit einem Gesamtvolumen von 35,0 Milliarden Euro binnen Jahresfrist um 15,4 Prozent. Damit wiesen die Exporte in die sogenannten Drittländer eine rund dreifach so hohe Wachstumsrate auf wie die deutschen Ausfuhren in die Europäische Union.

„Mit Blick auf die positiven Entwicklungen in den aufstrebenden Schwellenländern bleiben wir daher auch für das Gesamtjahr positiv gestimmt“, erklärte Anton Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Die deutschen Warenlieferungen in die Mitgliedsstaaten der EU beliefen sich im Januar auf 50,9 Milliarden Euro. Sie stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,4 Prozent. Dabei erhöhten sich die Ausfuhren in die Eurozone mit 34,2 Milliarden Euro gegenüber Januar 2011 um 4,6 Prozent und die Exporte in die nicht zur Eurozone gehörenden EU-Länder mit 16,7 Milliarden Euro auf Jahressicht um 7,1 Prozent.

Die deutschen Importe stiegen ebenfalls. Sie erhöhten sich im Januar mit einem Gesamtvolumen von 72,8 Milliarden Euro gegenüber dem Dezember um 2,4 Prozent und gegenüber Januar 2011 um 6,3 Prozent.  Knapp zwei Drittel der deutschen Einfuhren kamen aus den Ländern der EU, aus denen deutsche Unternehmen Waren im Wert von 44,9 Milliarden Euro bezogen. Dabei  wiesen die Importe aus den EU-Mitgliedsstaaten im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 7,4 Prozent und damit eine deutlich höhere Wachstumsrate auf als die Exporte deutscher Firmen in die EU. Die Lieferungen aus den Nicht-EU-Ländern beliefen sich auf 28,0 Milliarden Euro. Sie stiegen binnen Jahresfrist um 4,5 Prozent.

Damit ergab sich in der deutschen Außenhandelsbilanz im Januar ein Überschuss von 13,1 Milliarden Euro. Im Vorjahresmonat hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz nur 10,1 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt betrug der Überschuss im Januar 14,2 Milliarden Euro.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG