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News, 09.02.2010
Außenhandel 2009
Deutsche Exporte um fast ein Fünftel eingebrochen
Im vergangenen Jahr verzeichnete die deutsche Wirtschaft den höchsten Rückgang der Exporte seit 60 Jahren. Damit hat China den bisherigen Spitzenreiter Deutschland als Exportweltmeister abgelöst. Einen Lichtblick gab es aber doch: Im Dezember 2009 lagen die deutschen Exporte erstmals wieder höher als im Jahr davor.
Was lange schon von Experten prognostiziert wurde, ist nun amtlich: China hat Deutschland bei den Exporten überholt. Wie das Statistische Bundesamt heute auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilte, verringerten sich die deutschen Ausfuhren im Jahr 2009 um 18,4 Prozent auf 803,2 Milliarden Euro. Demgegenüber standen Einfuhren von 667,1 Milliarden Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 17,2 Prozent entspricht. Damit hat Deutschland im vergangenen Jahr bezogen auf das Jahresergebnis sowohl bei den Ausfuhren als auch bei Einfuhren den höchsten Rückgang seit 1950 verzeichnet.

Größte Exportnation der Welt ist nicht mehr Deutschland, sondern China. Nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums beliefen sich die Ausfuhren der Volksrepublik im Jahr 2009 auf 1.201,7 Milliarden US-Dollar, während Deutschland nur auf umgerechnet 1.121,3 Milliarden Dollar kam. In seiner Außenhandelsbilanz 2009 wies Deutschland einen Überschuss von 136,1 Milliarden Euro aus. Im Jahr 2008 hatte der Wert der deutschen Ausfuhren den der deutschen Einfuhren noch um 178,3 Milliarden Euro überstiegen.

Bei den Exporten in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) verzeichnete Destatis im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 19,1 Prozent auf ein Volumen von 503,5 Milliarden Euro. Demgegenüber standen Einfuhren aus EU-Ländern im Wert von 431,0 Milliarden Euro (-15,9%). In die Länder der Eurozone wurden im letzten Jahr Waren im Wert von 344,9 Milliarden Euro (-16,1%) geliefert. Aus diesen Ländern bezogen wurden Waren im Wert von 306,5 Milliarden Euro (- 13,6%). Im Handel mit EU-Ländern, die nicht der Eurozone angehören, beliefen sich die deutschen Exporte auf 158,7 Milliarden Euro (- 25,0%) und die Wareneinfuhren aus diesen Ländern auf 124,5 Milliarden Euro (- 21,1%).

In Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) belief sich das deutsche Exportvolumen auf 299,7 Milliarden Euro gegenüber Wareneinfuhren aus diesen Ländern im Wert von 236,1 Milliarden Euro. Damit gingen die deutschen Exporte in Drittländer im Vergleich zum Vorjahr um 17,1 Prozent und die Importe aus diesen Ländern um 19,4% zurück.

Im Dezember hat sich die deutsche Exportwirtschaft jedoch erholt. So legten die deutschen Ausfuhren erstmals seit Oktober 2008 wieder im Vergleich zum Vorjahresmonat zu und stiegen um 3,4 Prozent auf 69,0 Milliarden Euro an. Bei den Wareneinfuhren verzeichnete Destatis gegenüber dem Vergleichzeitraum 2008 dagegen einen Rückgang um 6,5 Prozent auf 55,5 Milliarden Euro.
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