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News, 10.06.2015
Erneuter Orderzuwachs
Ausland kurbelt Auftragseingang in der deutschen Industrie an
Die deutsche Industrie hat im April den zweiten Monat in Folge einen Zuwachs der Bestellungen verzeichnet. Auftragsmotor war das Ausland, das eine schwächere Inlandsnachfrage mehr als kompensierte.
Gegenüber April 2014 stand bei den Auftragseingängen ebenfalls ein leichtes Plus
Gegenüber April 2014 stand bei den Auftragseingängen ebenfalls ein leichtes Plus

Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe hat sich im April weit besser entwickelt als von Ökonomen erwartet. Nach Mitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) verzeichnete die deutsche Industrie im April gegenüber März saison- und arbeitstäglich ein Orderplus von 1,4 Prozent. Das teilte das BMWi auf Basis von ersten Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit. Ökonomen hatten Medienberichten zufolge lediglich mit einem leichten Zuwachs der Bestellungen um 0,5 Prozent gerechnet. Im März war der Auftragseingang, nachdem er zuvor zwei Monate in Folge zurückgegangen war – nach unten revidiert – um 0,9 Prozent gestiegen (vorläufige Erstauswertung: + 1,1 %).

Kräftige Bestellzuwächse verzeichnete vor allem die Konsumgüterindustrie. Hier zog die Nachfrage nach der Auftragsdelle im Vormonat (März: - 2,0 %) im April um 4,5 Prozent an.  Auch Investitionsgüter wurden mehr bestellt. Hier gewann der Auftragseingang den zweiten Monat in Folge um 2,3 Prozent an Fahrt (März: + 1,4%). Vorleistungsgüter wurden im April dagegen etwas weniger geordert als im März (- 0,9 %).

Verantwortlich für die Bestellzuwächse war allerdings in erster Linie das Ausland, aus dem im April alle Industriesegmente zusammengenommen 5,5 Prozent mehr Orders eingingen als im März. Auftragstreiber waren vor allem die Euroländer, aus denen die Bestellungen gegenüber März um 6,8 Prozent nach oben schossen (Nicht-Euroländer: + 4,7 %). Die Nachfrage aus dem Inland ging dagegen um 3,8 Prozent zurück. Eine dynamische Entwicklung verzeichnete hier lediglich die Konsumgüterindustrie mit einem Auftragsplus von 1,4 Prozent.

Gegenüber dem Niveau des ersten Quartals gewann der Auftragseingang im April sogar um 1,7 Prozent an Fahrt. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat blieben die Auftragseingänge aufwärts gerichtet: Auf Jahressicht verzeichnete die Industrie im April ein Orderplus von 0,5 Prozent (arbeitstäglich bereinigt: + 0,4 %). Im März hatten die Bestellungen das Niveau des Vorjahresmonats sogar um 6,8 Prozent überschritten.

„Die Bestellungen in der Industrie haben in den letzten beiden Berichtsmonaten wieder zugenommen“, fasste das Ministerium zusammen. Auch die Inlandsnachfrage bleibe trotz der aktuellen Abschwächung in der Tendenz weiter aufwärtsgerichtet. „Von der anziehenden Konjunktur im Euroraum sind zusätzliche Impulse zu erwarten. Die Industriekonjunktur dürfte daher wieder stärker Tritt fassen“, gab sich das Ministerium optimistisch

cs/ BMWi

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