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Pressemitteilung

Ausgrenzung schmerzt und macht aggressiv

Odenwald-Institut sensibilisiert für Zusammenhänge zwischen Scham, Aggression, Konflikt und Zivilcourage
(PM) Wald-Michelbach, 05.12.2012 - Keinen Monat, nachdem in Berlin ein junger Mann tödlich zusammengetreten wurde, wurde ein junger Mann in Weinheim scheinbar willkürlich zusammengeschlagen und schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. In den Weinheimer Nachrichten stand dazu: „Ein Klassiker auch deshalb, weil viele Menschen zu- und zugleich wegschauen.“ Hinschauen, Wahrnehmen, den Schmerz fühlen – nicht Wegsehen lautete auch die zentrale Botschaft der Tagung zu Konflikt, Aggression und Zivilcourage Ende Oktober 2012 im Odenwald-Institut.

Die Teilnehmenden machten sich auf den Weg, Auslöser für Gewalt zu erkennen, zu verstehen und Möglichkeiten zu finden, Aggression positiv und lebenserhaltend einzusetzen – ohne Gewalt. Der Mediziner, Neurobiologe und Psychotherapeut Professor Dr. Joachim Bauer vom Universitätsklinikum Freiburg und der Sprecher des Freiburger Instituts für Menschenrechtspädagogik Dr. Stephan Marks lieferten die wissenschaftlichen Hintergründe für aggressives Verhalten: Aggression meldet sich laut Bauer immer dann, wenn die wichtigste „Sucht“ des Menschen nicht befriedigt werden kann – die Zugehörigkeit. Das schmerzt biologisch nachweisbar. Wird nach Stephan Marks das Schamgefühl verletzt, ist dies äußerst schmerzhaft und kann sich zeitversetzt als Gewalt äußern – wie bei einem Schüler im Sportunterricht, der nach einem verpatzten Pass ausgelacht wird und bei passender Gelegenheit nach einem anderen tritt. Marks beschreibt vier Grundbedürfnisse, auf die wir achten können, um Scham zu vermeiden: Zugehörigkeit, Anerkennung, Schutz vor Bloßstellung und Integrität. Positive Aggression, Gewaltfreie Kommunikation und Mediation können helfen, mit emotionalen Verletzungen umzugehen oder sie erst gar nicht entstehen zu lassen. Ein Nachbericht und eine Fotodokumentation können abgerufen werden unter www.bildung-und-begeisterung.de.

Informationen zu Seminaren, Aus- und Weiterbildungen gibt es unter www.odenwaldinstitut.de sowie unter der Telefonnummer 06207 605-0.
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Das 1978 von Mary Anne und Karl Kübel gegründete Odenwald-Institut der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie führt werteorientierte Seminare, Aus- und Weiterbildungen sowie Fachtagungen mit international anerkannten ...
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