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News, 10.07.2012
Ausfuhrschub im Mai
Deutscher Export nimmt wieder Fahrt auf
Die deutsche Exportwirtschaft setzt die Rekordjagd fort: Nach der Ausfuhrdelle im April erhöhten sich im Mai die deutschen Ausfuhren auf Monatssicht so stark wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Geschuldet war der starke Anstieg der Exporte einmal mehr den Ländern außerhalb Europas.
„Der deutsche Außenhandel hat die Verluste des Vormonats mehr als kompensiert“, kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium den starken Anstieg der Exporte.
„Der deutsche Außenhandel hat die Verluste des Vormonats mehr als kompensiert“, kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium den starken Anstieg der Exporte.

Die deutsche Wirtschaft lässt sich ausfuhrseitig von der Eurokrise weiterhin nicht unterkriegen. Im Gegenteil: Trotz weiter sinkender Exporte in die Eurozone konnten Deutschlands Exporteure ihre Ausfuhren binnen Monatsfrist im Mai nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kräftig steigern. So erhöhten sich im Mai die deutschen Ausfuhren mit einem Warenwert von insgesamt rund 92,5 Milliarden Euro dem Statistikamt zufolge auf Monatssicht um 3,9 Prozent. Das war der stärkste Ausfuhrzuwachs binnen Monatsfrist seit März 2010 (+5,2%). Im vorangegangenen Monat waren die Exporte deutscher Unternehmen erstmals seit Beginn des Jahres binnen Monatsfrist gesunken (April: -1,7%). Auf Jahressicht betrachtet schwächte sich die Wachstumsdynamik der deutschen Ausfuhren mit einem Zuwachs gegenüber Mai 2011 um 0,5 Prozent dagegen deutlich ab (April: +3,5% gegenüber April 2011). Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) sieht deshalb aber keinen Grund zur Sorge. „Nachdem das Vorkrisenniveau schon letztes Jahr erreicht wurde, sind die Ausfuhren in diesem Jahr bisher um mehr als vier Prozent gewachsen. Dies ist eine enorme Leistung der Unternehmer“, so der BGA-Chef.

Exporte in Drittländer übersteigen abermals die Ausfuhren in die Eurozone

Wie die aktuellen Zahlen zeigen, belastet die Schuldenkrise in Europa die Geschäfte deutscher Exporteure immer stärker. So verzeichnete die deutsche Wirtschaft im Handel mit den EU-Mitgliedsstaaten dem Statistikamt zufolge im Mai mit einem Ausfuhrvolumen von 53,6 Milliarden Euro gegenüber Mai 2011 ein Ausfuhrminus von 1,5 Prozent. Damit hat sich der Rückgang der EU-Exporte im Mai auf Jahressicht beschleunigt (April: -1,1%). Die deutschen Ausfuhren in die Eurozone-Länder verringerten sich im Mai mit Warenlieferungen im Wert von 35,8 Milliarden Euro sogar auf Jahressicht um 2,3 Prozent. Bei den Exporten in die Länder, die nicht der Eurozone angehören, stand dagegen im Mai mit einem Ausfuhrvolumen von 17,8 Milliarden Euro auf Jahressicht ein leichtes Plus zum Buche (+0,2%). Tragende Säule waren aber abermals die sogenannten Drittländer, also Nicht-EU-Länder, in die die deutsche Wirtschaft mit einem Ausfuhrvolumen von 38,9 Milliarden Euro im Mai 3,4 Prozent mehr exportieren konnte als im Jahr zuvor.

„Das Wachstum der deutschen Ausfuhren beruht auch weiterhin auf der Dynamik in den Schwellen- und Entwicklungsländern“, konstatierte Börner. Europa nehme tendenziell auf lange Sicht für deutsche Exporte dagegen an Bedeutung ab. „Die Bedeutungsverlagerung der Absatzmärkte, die bereits vor der Eurokrise begonnen hat, setzt sich weiterhin fort“, so der BGA-Chef.

Die deutschen Importe beliefen sich nach Auskunft des Statistikamts im Mai auf 77,2 Milliarden Euro. Sie stiegen damit binnen Monatsfrist sogar um 6,3 Prozent. Gegenüber Mai 2011 verlor der deutsche Außenhandel einfuhrseitig jedoch leicht an Fahrt (-0,2%). Wichtigster Bezugsmarkt für deutsche Importeure waren im Mai erneut die Länder der EU mit einem Einfuhrvolumen von rund 49,5 Milliarden Euro. Gegenüber Mai ist das ein Anstieg um 0,4 Prozent. Die Importe aus den Nicht-EU-Ländern beliefen sich im Mai auf 27,7 Milliarden Euro. Aus diesen Ländern verringerten sich die deutschen Einfuhren binnen Jahresfrist um 1,2 Prozent .

Damit ergab sich in der Außenhandelsbilanz im Mai ein Überschuss von 15,3 Milliarden Euro ab. Im Vorjahresmonat hatte der Saldo 14,6 Milliarden Euro betragen.

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