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News, 14.06.2012
Ausfuhrrückgang
Eurokrise bremst deutsche Exporte aus
Dämpfer für Deutschlands Exporteure: Im April sind die Exporte deutscher Unternehmen erstmals seit Beginn des Jahres auf Monatssicht gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten allerdings die deutschen Ausfuhren zu. Grund hierfür war eine anhaltend starke Nachfragedynamik im Außenhandel mit den Ländern außerhalb Europas.
Während die Exporte in die Eurozone-Länder im Vergleich zum Vorjahr deutlich sanken, stand bei den restlichen EU-Mitgliedsstaaten im April ein Ausfuhrplus.
Während die Exporte in die Eurozone-Länder im Vergleich zum Vorjahr deutlich sanken, stand bei den restlichen EU-Mitgliedsstaaten im April ein Ausfuhrplus.

Vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge verringerten sich die deutschen Ausfuhren im April gegenüber März kalender- und saisonbereinigt um 1,7 Prozent auf 87,1 Milliarden Euro. Das ist der erste Rückgang der Exporte binnen Monatsfrist seit Dezember 2011 (-3,1%). „Die Euro-Krise hinterlässt Spuren im Außenhandel. Die Märkte außerhalb Europas kompensieren jedoch die schleppende Nachfrage aus den europäischen Nachbarstaaten“, kommentierte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) die aktuellen Zahlen. Vor dem Hintergrund, dass die deutsche Wirtschaft im März mit einem Ausfuhrvolumen von 98,1 Milliarden Euro so viel in Ausland exportierte wie nie zuvor in einem Monat, erfolgt der Rückschlag zudem auf hohem Niveau. Auch legten die Exporte dem Statistikamt zufolge im Vergleich zum Vorjahr weiter zu, demnach die deutsche Wirtschaft im April auf Jahressicht erneut ein Ausfuhrplus von 3,4 Prozent verzeichnen konnte.

„Die starke Nachfrage aus den Märkten außerhalb Europas führt dazu, dass die Exporte weiter steigen - trotz eines Rückgangs in den europäischen Kernmärkten“, erklärte Börner. So beliefen sich die deutschen Ausfuhren in die sogenannten Drittländer, also die Länder außerhalb Europas, dem Statistikamt zufolge im April auf 36,7 Milliarden Euro. Gegenüber April 2011 ist das ein Zuwachs um 10,3 Prozent. Die Exporte in die EU-Mitgliedsstaaten lagen mit einem Volumen von 50,5 Milliarden Euro dagegen 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die deutschen Ausfuhren in die Eurozone-Länder verringerten sich auf Jahressicht sogar um 3,6 Prozent (April 2012: 33,1 Mrd. Euro).  Die Exporte in EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, legten im April dagegen zu. In diese Länder lieferte die deutsche Wirtschaft 4,1 mehr als im April 2011.

Die deutschen Importe gingen ebenfalls zurück. Sie sanken im April gegenüber März kalender- und saisonbereinigt sogar um 4,8 Prozent und fielen mit einem Volumen von 72,7 Milliarden Euro um 1,0 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats. Die Importe aus den Nicht-EU-Ländern verringerten sich auf Jahressicht sogar um 7,0 Prozent (April 2012: 26,5 Mrd. Euro). Die deutschen Einfuhren aus den EU-Mitgliedsstaaten sanken gegenüber April 2011 dagegen lediglich um 1,1 Prozent (auf 46,3 Mrd. Euro). Dabei verringerten sich die Lieferungen aus den Eurozone-Ländern binnen Jahresfrist um 0,6 Prozent (auf 32,8 Mrd. Euro) und die aus der restlichen EU-Ländern um 2,3 Prozent (auf 13,5 Mrd. Euro) verringerten.

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