VOLLTEXTSUCHE
News, 14.03.2016
Ausfuhrrückgang zu Jahresbeginn
Deutscher Export verliert an Fahrt
Die deutschen Exporte sind im Januar erstmals dem Jahr 2014 wieder binnen Jahresfrist zurückgegangen. Grund für das Ausfuhrminus war eine deutlich schwächere Nachfrage in den Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU.)
Die Exportzuwächse in Europa konnten die schwächere Entwicklung in den Schwellenländern nicht kompensieren (Bild: PantherMedia  / thomaseder).
Die Exportzuwächse in Europa konnten die schwächere Entwicklung in den Schwellenländern nicht kompensieren (Bild: PantherMedia / thomaseder).

Dämpfer für den deutschen Außenhandel: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Ergebnisse berichtet, hat die deutsche Wirtschaft im Januar weniger ins Ausland exportiert als im Vorjahresmonat. Mit Warensendungen im Wert von 88,7 Milliarden Euro lagen die Exporte 1,4 Prozent unter dem Niveau von Januar 2015. Einen Rückgang der Exporte hatte es das letzte Mal im August 2014 gegeben, als die Ausfuhren binnen Jahresfrist um 1,6 Prozent gesunken waren. Gegenüber Dezember verringerten sich die deutschen Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 0,5 Prozent.

Die Importe dagegen legten zu. Sie erhöhten sich im Januar auf Jahressicht um 1,2 Prozent und gegenüber Dezember um 1,2 Prozent. Damit ergab sich in der Außenhandelsbilanz eine Überschuss von 13,6 Milliarden Euro. Das waren 2,3 Milliarden Euro weniger als im Januar 2015. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im Januar 2016 bei 18,9 Milliarden Euro. 

„Der Jahresauftakt des Außenhandels ist ernüchternd. Obwohl sich die Ausfuhren zuletzt mit immer neuen Höchstwerten von den vielen Krisenherden weltweit unbeeindruckt gezeigt hatten, ist der Export kein Selbstläufer. Vielmehr haben die niedrigen Rohstoffpreise und die EZB-Politik das Bild überzeichnet“, kommentierte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) die Zahlen.

Deutlich weniger Exporte in die Schwellenländer

Stütze waren die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU). In diese zogen die Exporte gegenüber Januar 2015 um 1,0 Prozent auf 54,7 Milliarden Euro an. Die Importe aus dem EU-Raum erhöhten sich im Jahresvergleich sogar um 3,0 Prozent (Januar: 79,4 Mrd. Euro). Treiber waren hier vor allem die Länder, die nicht der Eurozone angehören. Sie bezogen von der deutschen Wirtschaft im Januar Waren im Wert von 20,4 Milliarden Euro. Das waren 2,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Exporte in die Euroländer blieben gegenüber Januar 2015 mit 34,3 Milliarden Euro nahezu konstant (- 0,1 %). Die Importe in die Euroländer lagen dagegen mit 33,3 Milliarden Euro 2,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, die in die EU-Länder außerhalb der Eurozone überstiegen das Vorjahresniveau sogar um 3,8 Prozent (Januar: 15,1 Mrd. Euro).

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Januar 2016 Waren im Wert von 34,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 26,7 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Januar 2015 nahmen die Exporte in die Drittländer um 5,0 % und die Importe von dort um 1,1 % ab.

cs/Destatis

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG