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News, 20.01.2015
Ausfuhrrückgang
Deutsche Exporte im November schwächer
Nach Rekordausfuhren im September und Oktober hat die deutsche Wirtschaft im November weniger ins Ausland exportiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Exporte aber zu. „Die Zahlen spiegeln bereits unsere Erwartungen für das Jahr 2015. Die Außenhandelsunternehmen sind hierfür noch gut aufgestellt.
Starke Exporte-Zuwächse gab es in den EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören. (Bild: Bunkerhafen Duisburg-Ruhrort; Quelle: rumblefish_2030  / pixelio.de)
Starke Exporte-Zuwächse gab es in den EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören. (Bild: Bunkerhafen Duisburg-Ruhrort; Quelle: rumblefish_2030 / pixelio.de)

Im November hat die deutsche Wirtschaft im Export an Fahrt verloren. Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge führten deutsche Unternehmen im November Waren im Wert von 95,8 Milliarden Euro aus. Das waren kalender- und saisonbereinigt 2,1 Prozent weniger als im Vormonat. Im Oktober hatten die Exporte mit Entsendungen im Wert von 103,9 Milliarden Euro das Rekordniveau im Vormonat (September: 102,5 Mrd. Euro) noch einmal getoppt. Im Vorjahresvergleich verzeichnete die deutsche Wirtschaft allerdings ein Ausfuhrplus:  Gegenüber November 2013 erhöhten sich Ausfuhren deutlich um 1,5 Prozent.

„Die aktuellen Ausfuhrzahlen im November sind Ausdruck der verhaltenen Weltkonjunktur und passen in das Auf und Ab der vergangenen Monate“,  kommentierte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), die schwächere Export-Dynamik im November.

Weniger Exporte in die Schwellenländer

Verantwortlich für die Ausfuhrplus im Jahresvergleich war eine deutliche stärkere Dynamik der Exporte in die EU-Mitgliedsstaaten. Sie bezogen im November von der deutschen Wirtschaft Waren im Gesamtwert von rund 56,0 Milliarden Euro. Das ist auf Jahressicht betrachtet ein Exportzuwachs um stolze 4,8 Prozent. Knapp zwei Drittel der Exporte in die Europäischen Union  (62,5%) entfielen auf die Eurozone-Staaten, in die mit Versendungen im Wert von 35,0 Milliarden Euro 2,2 Prozent mehr deutschen Waren gingen als im November 2013. Noch einen sehr viel stärkeren Zuwachs der Exporte verzeichnete die deutsche Wirtschaft jedoch in die EU-Mitgliedsstaaten außerhalb des Euroraums. Hier stand im Jahresvergleich sogar ein Ausfuhrplus von 9,4 Prozent zu Buche (Nov. 2014: 21,1 Mrd. Euro). In die Länder außerhalb der Europäischen Union, die sogenannten Drittstaaten, exportierten die deutschen Unternehmen dagegen weniger als im Jahr davor. In diese Länder verringerten sich die deutschen Ausfuhren im Jahresvergleich um 3,0 Prozent.

Die deutschen Importe legten dagegen im November gegenüber Oktober um 1,5 Prozent auf 78,0 Milliarden Euro zu. Gegenüber November 2013 erhöhten sich Einfuhren der deutschen Wirtschaft um 1,7 Prozent. Rund zwei Drittel der nach Deutschland eingeführten Waren (65,9 %) kamen aus den EU-Mitgliedsstaaten. Von hier erhöhten sich die Warenlieferungen auf ein Volumen von rund 35,0 Milliarden Euro. Das ist auf Jahressicht ein Plus von 3,2 Prozent (Eurozone: + 2,2 %; restliche EU-Länder: + 3,4 %). Die Importe aus sogenannten Drittländern lagen dagegen unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Aus diesen Ländern nahm das Einfuhrvolumen um 1,1 Prozent auf 26,6 Milliarden Euro ab.

In der Außenhandelsbilanz ergab sich damit im November 2014 ein Überschuss von 17,9 Milliarden Euro. Das war ein ähnlich hoher Saldo wie im Vorjahresmonat (November 2013: + 17,8 Mrd. Euro). Kalender- und saisonbereinigt belief sich der Außenhandelsbilanzüberschuss im November auf 17,7 Milliarden Euro.

„Die Zahlen spiegeln bereits unsere Erwartungen für das Jahr 2015", so BGA-Chef Börner. "Die Außenhandelsunternehmen sind hierfür noch gut aufgestellt."

Bild: pixelio.de

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