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News, 10.05.2011
Ausfuhrrekord
Exporte der deutschen Wirtschaft auf Rekordniveau
Die deutsche Wirtschaft hat im März so viel ins Ausland verkauft wie nie zuvor. Auch die deutschen Importe erreichten im März ein Allzeithoch.
 Der deutsche Außenhandel boomt, allen voran der Handel mit Ländern der EU
Der deutsche Außenhandel boomt, allen voran der Handel mit Ländern der EU
Der deutsche Außenhandel bricht derzeit alle Rekorde: Wie das Statistische Bundesamt heute bekannt gab, stiegen die deutschen Exporte im März kalender- und saisonbereinigt gegenüber Februar erneut um 7,3 Prozent auf 98,3 Milliarden Euro. Das ist das höchste von der deutschen Wirtschaft erzielte Ausfuhrvolumen seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland. Gegenüber März 2010 erhöhten sich die deutschen Ausfuhren um 15,8 Prozent. Die deutschen Einfuhren stiegen gegenüber Februar kalender- und saisonbereinigt um 3,1 Prozent und binnen Jahresfrist um 16,9 Prozent auf 79,4 Milliarden Euro und damit ebenfalls ein neuer Höchststand. Die bisherige Rekordmarke bei den deutschen Exporten war im April 2008 bei 88,8 Milliarden Euro gelegen, die bei den Importen bei 74,1 Milliarden Euro (November 2010).

"Deutschland hat eine goldene Dekade vor sich", kommentierte Christian Schulz von der Berenberg Bank einem Bericht von Reuters zufolge die aktuellen Zahlen. "Die Wettbewerbsvorteile, die sich Deutschland seit Beginn der Agenda 2010 erarbeitet hat, zahlen sich jetzt aus", so Schulz.

EU- und Drittländer-Exporte bei Wachstumsdynamik gleich auf


Wie aus den aktuellen Zahlen des Statistikamtes hervorgeht, wiesen die deutschen Ausfuhren in die Europäische Union (EU) im März erstmals wieder eine höhere Wachstumsrate auf als die Exporte in die so genannten Drittländer. So stiegen die deutschen Exporte in die EU im März auf Jahressicht um 16,0 Prozent auf ein Volumen von 58,8 Milliarden Euro, wobei sich die Warenlieferungen in die Eurozone-Länder um  14,2 Prozent auf 39,7 Milliarden Euro und die in die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, um 20,0 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro binnen Jahresfrist erhöhten. Die Exporte in Nicht-EU-Staaten beliefen sich im März auf 39,5 Milliarden Euro. Sie stiegen gegenüber März 2010 um 15,4 Prozent.

Auch einfuhrseitig gewann der Handel mit den EU-Mitgliedsstaaten an Bedeutung. Mit einem Einfuhrvolumen von 51,3 Milliarden Euro erhöhten sich die deutschen Importe aus EU-Ländern auf Jahressicht um 21,1 Prozent. „Dadurch, dass die Importe sogar noch kräftiger gestiegen sind als die Exporte, profitieren unsere europäischen Nachbarn von der Konjunkturlokomotive Deutschland“, sagte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA).  Wichtigster Handelspartner waren einfuhrseitig einmal mehr die Eurozone-Länder, aus den deutschen Firmen Waren im Wert von 36,1 Milliarden Euro bezogen. Gegenüber März 2010 ist das ein Zuwachs um 20,8 Prozent. Die Importe aus EU-Ländern, die nicht der Eurozone angehören, erhöhten sich mit 15,2 Milliarden Euro sogar um 21,8 Prozent. Die Einfuhren aus Drittländern erhöhten sich dagegen binnen Jahresfrist nur etwa halb so stark: Sie stiegen im März mit 28,1 Milliarden Euro auf Jahressicht um 9,9 Prozent.

„Mit den neuen Rekorden hat der Außenhandel die Krise nun endlich hinter sich gelassen und knüpft an die Entwicklungen davor an“, so Börner. Wo allerdings viel Sonne sei, sei auch Schatten, meinte Börner weiter, demnach die brisante Lage in Libyen und Syrien  destabilisierende Auswirkungen auf die gesamte Region haben könnte, aber auch die Schulden- und Vertrauenskrise einiger Staaten im Euroraum keineswegs ausgestanden sei. Hinzu kämen die steigenden Importpreise, die die Unternehmen gewaltig belasteten. „Vor dem Hintergrund dieser Risikofaktoren ist es wichtig zu betonen, dass die Erfolge im Außenhandel keine Selbstläufer sind“, so der BGA-Chef.
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