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News, 12.08.2011
Ausfuhren im Rückwärtsgang
Deutsche Exporte geraten ins Stocken
Die Dynamik im deutschen Außenhandel hat sich im Juni merklich abgeschwächt. Sowohl gegenüber Mai als auch im Vorjahresvergleich verloren die deutschen Exporte deutlich an Fahrt.
Nach Einschätzung des Außenhandelsverbandes BGA dürfte sich der Abwärtstrend im deutschen Export in den nächsten MOnaten fortsetzen.
Nach Einschätzung des Außenhandelsverbandes BGA dürfte sich der Abwärtstrend im deutschen Export in den nächsten MOnaten fortsetzen.
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) exportierte die deutsche Wirtschaft im Juni Waren im Wert von 88,3 Milliarden Euro. Gegenüber Mai ist das Rückgang um 1,2 Prozent. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigte die Entwicklung klar nach unten. So schmolz das Ausfuhrplus auf Jahressicht von 20,0 Prozent im Mai auf 3,0 Prozent im Juni. In den vorangegangenen 15 Monaten hatten die deutschen Exporte durchgängig gegenüber Vorjahresmonat zweistellige Wachstumsraten aufgewiesen.

"Die deutsche Exportwirtschaft spürt derzeit den Sand im Getriebe der Weltwirtschaft“, kommentierte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) die aktuellen Zahlen. Wie stark der Motor ins Stottern geraten sei, würden Börner zufolge die nächsten Monate zeigen. „Im Juni jedenfalls bekamen wir die ersten Vorboten der nachlassenden weltwirtschaftlichen Dynamik zu spüren“, konstatierte der BGA-Chef.

Wachstum der Exporte in Drittländer hat sich erheblich verlangsamt


Wie aus den aktuellen Zahlen hervorgeht, schwächte sich die Dynamik der deutschen Exporte auf breiter Front ab. Die stärkste Abschwächung der Exportdynamik verzeichnete die deutsche Wirtschaft ausfuhrseitig im Handel mit Staaten außerhalb der Europäischen Union (EU), wo im Juni mit einem Gesamtvolumen von 34,3 Milliarden Euro auf Jahressicht  nur noch ein Ausfuhrplus von 1,3 Prozent stand. Im Mai waren die deutschen Exporte in so genannte Drittländer noch 23,8 Prozent, im April 11,0 Prozent und im März 15,4 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Die deutschen Ausfuhren in die EU-Mitgliedstaaten beliefen sich im Juni auf 54,0 Milliarden Euro. Hier betrug der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresmonat  4,3 Prozent. Im Mai hatte das Ausfuhrplus auf Jahressicht noch 17,4 Prozent betragen (April: +15,1%; März: +16,0%).

Angesichts der sich andeutenden Trendwende bei den deutschen Exporten warnte Börner allerdings vor Panikmache, wonach es sich bei diesen Zahlen nur um Monatsergebnisse handele, die starken Schwankungen durch beispielsweise industrielle Großaufträge unterlägen. „Dennoch werden sich die Bremsspuren, die von der konjunkturellen Eintrübung in den USA ausgehen, in den nächsten Monaten schon bemerkbar machen", fügte der BGA-Chef gleichwohl an.
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