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Ausdauersport hilft bei schwerem Asthma

Rund 150 Millionen Menschen leiden weltweit an Asthma, einer entzündlichen Atemwegserkrankung, die zur Verkrampfung der Bronchien führt. Gerade für Asthmatiker ist es sinnvoll und wichtig, Sport zu treiben.
(PM) Mönchengladbach, 27.01.2012 - Studien belegen den positiven Nutzen eines regelmäßigen Ausdauersports wie Laufen, Walken oder Schwimmen bei schwerem Asthma. Viele Betroffene der Atemerkrankung vermeiden körperliche Anstrengung, da sie sich vor einem möglichen Asthmaanfall fürchten. Die körperliche Leistungsfähigkeit lässt nach und schon bei der kleinsten Anstrengung kommt es zu noch größerer Atemnot. Daher ist es gerade für Asthmatiker sinnvoll und wichtig, Sport zu treiben. Die Grundvoraussetzung dafür ist ein gelernter Umgang mit der Erkrankung.

Rund 150 Millionen Menschen leiden weltweit an Asthma, einer entzündlichen Atemwegserkrankung, die zur Verkrampfung der Bronchien führt. Allergien und nichtallergische Reize wie zum Beispiel Staub oder Rauch lösen Asthma aus. Die Symptome wie Atemnot, Erstickungsgefühle und Hustenanfälle gehören für die Betroffenen zum Alltag. Die meisten Asthmatiker vermeiden jede Form der sportlichen Aktivität, da das die Atemwege zusätzlich belastet. Das ist aber genau der falsche Weg, denn Experten raten auch bei schwerem Asthma zu regelmäßigem Ausdauersport. Wer Sport treibt, stärkt die Atemmuskulatur, steigert die Leistungsfähigkeit und reduziert die Asthma-Anfälle. So stellt auch der alltägliche Treppenaufstieg oder das schnelle Laufen zum nächsten Bahngleis kein unüberbrückbares Hindernis mehr dar.

Die Grundvoraussetzung, um als Asthmatiker Sport treiben zu können, ist ein guter und gelernter Umgang mit der Erkrankung. Neben der medikamentösen Einstellung verhelfen Atemtherapien und Schulungen zu einem symptomfreieren Leben. Spezielle Atemtechniken und Entspannungsübungen erleichtern den Alltag. Die Erfahrung, Einfluss auf den eigenen Atemvorgang zu haben, nimmt Asthmatikern die Angst vor Anfällen.

Günstige Sportarten für Asthmatiker sind zum Beispiel Laufen, Walken, Schwimmen, Radfahren oder Wandern. Weniger geeignet sind Sportarten mit plötzlicher Anstrengung wie beim Fußball, Sprinten, Squash oder Tennis. Solch ein sportliches Vorhaben muss aber vorab mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Ein speziell ausgebildeter Trainer kann außerdem ein individuelles Sportprogramm zusammenstellen. Empfehlenswert ist das Trainieren in der Gruppe oder mit einem Begleiter. Vor und während der sportlichen Aktivität müssen stets Lungenfunktion und Puls überprüft werden. Ein Asthmaspray für den Notfall gehört zum Beispiel beim Lauftraining im Freien ebenso zur Grundausrüstung wie ein Handy. Hier müssen auch Wetterverhältnisse und Umgebung beachtet werden, um das Training gegebenenfalls nach drinnen ins Fitness-Studio oder eine Sporthalle zu verlegen.

Spitzensportler wie Anni Friesinger und Jan Ullrich zeigen, dass sich Asthma und Sport nicht ausschließen. Sport unterstützt Asthmatiker im Umgang mit ihrer Krankheit, stärkt die körperliche Abwehr und steigert außerdem das Lebens- wie Selbstwertgefühl.

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