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News, 04.12.2012
Orientierung bei digitalen Prozessen
Ausbau der E-Business-Kompetenzen von KMU
E-Commerce, E-Business, Enterprise 2,0 - die zunehmende Digitalisierung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Alltags stellt kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) vor immer größere Herausforderungen. Gleichzeitig sehen sich immer mehr Entscheider von der Informationsflut zu digitalen Entwicklungen und neuen Technologien überfordert. Ein neu aufgebautes Netzwerk mit sogenannten eBusiness-Lotsen soll nun Klarheit in diesen undurchsichtigen Dschungel bringen.
Screenshot-Ausschnitt der Website der BMWi-Förderinitiative „eKompetenz-Netzwerk für Unternehmen".
Screenshot-Ausschnitt der Website der BMWi-Förderinitiative „eKompetenz-Netzwerk für Unternehmen".

Von Christoph Berger

Produktion und Herstellung, Absatz und Verkauf, Einkauf, Service, Rechnungs- und Personalwesen – die Aufgaben von Geschäftsführern von KMU sind breit gefächert und verlangen ihr jeweils ganz eigenes Know-how. Digitalisierte Prozesse könnten den Unternehmenslenkern bei der Bewältigung der Herausforderungen behilflich sein – insofern sie zum Unternehmen passen. Im Handwerk beispielsweise hat ein Unternehmen durchschnittlich sechs Mitarbeiter. Es handelt sich in diesem Segment um vorrangig kleine Unternehmen, die nicht die Strukturen mit großen Funktionseinheiten haben, die von Großunternehmen so gerne dargestellt werden und die sich mit Spezialthemen beschäftigen. Den Inhaber eines Handwerkbetriebs beschäftigen vor allem grundsätzliche und existenzerhaltende Fragen: Wie mache ich mein Kerngeschäft besser, wie werde ich mit meinem Unternehmen wettbewerbsfähiger oder wie halte ich meine Wettbewerbsfähigkeit?

Diese Kernfragen müssen aus Sicht der Anbieter von eBusiness-Lösungen beantwortet werden. „Es geht nicht darum, neuen Technologien oder Applikationen zum Durchbruch zu verhelfen. Es geht darum, diese Fragen gemeinsam mit den Unternehmen zu beantworten“, sagte Dr. Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden, auf der Auftaktveranstaltung der Förderinitiative „eKompetenz-Netzwerk für Unternehmen“, die Teil des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – IKT-Anwendungen in der Wirtschaft“  des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist. Und: „Wie kann der Kleinbetriebsinhaber seine Themen besser lösen, indem er moderne Techniken anwendet, indem er die Infrastrukturen, die wir heute in Deutschland haben,  nutzt sowie die eBusiness-Lösungen in seine betrieblichen Prozesse integriert.“ Alles was davon abweiche, sei digitale Romantik, so Brzezinski.

Herausforderung E-Business-Kompetenz

Aus diesem Ansatz ergeben sich für den Vertreter des Handwerks folgende Herausforderungen: Medienbrüche in den Unternehmen sollten minimiert werden, eBusiness-Lösungen die zu leistende Arbeit abbilden, Prozesse bis an die Werkbank herangeführt und die Problemlösungen beschleunigt werden.

Einschätzungen, die auch Christian Vogel von der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen teilt. Er sagte auf der Veranstaltung: „Wir müssen dem Menschen folgen, nicht der Technologie. Nicht die Technologien sollen den Unternehmensfluss bestimmen.“ Dazu bedürfe es kooperativer Dialoge und eines aktiven Wissenstransfers.

Ein Netzwerk soll aufklären und unterstützen

Genau diese Schneise will das BMWi mit dem Förderschwerpunkt „Mittelstand-Digital“ füllen. Der Mittelstand sei schon heute gut positioniert, doch die Entwicklung geht rasant voran. Daher sei es schwierig zu entscheiden, welcher Trend tatsächlich wichtig ist, heißt es von Seiten des BMWi. Doch dafür seien neutrale Informationen notwendig, nur so sei Transparenz und Glaubwürdigkeit zu vermitteln.

Mit Hilfe eines Netzwerks aus momentan 39 regional ansässigen eBusiness-Lotsen, die die Unternehmen vor Ort beim eBusiness unterstützen, sollen diese Kompetenzen an die Unternehmen herangetragen werden. Im optimalen Fall werden gut beratene Unternehmen später selbst zu Multiplikatoren, können ihre gemachten Erfahrungen an Kollegen weitergeben. Um die Unternehmen auch tatsächlich zu erreichen, arbeiten die Lotsen eng mit Industrie- und Handelskammern, mit den Handwerkskammern sowie mit anderen beratenden Institutionen zusammen.

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