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News, 04.02.2010
Auftragsrückgang
Dämpfer für die deutsche Industrie
Der Aufschwung in der deutschen Industrie hat mit einem unerwartet deutlichen Rückgang der Auftragseingänge im Dezember einen Rückschlag erlitten. Ökonomen hatten zuletzt ein leichtes Plus erwartet.
Die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Industrie bleibt weiterhin labil. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) mitteilte, sind die Auftragseingänge in der Industrie im Dezember 2009 preis- und saisonbereinigt um 2,3 Prozent gesunken. Von Reuters befragte Analysten hatten der Financial Times zufolge hingegen mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Im November waren die Auftragseingänge noch um 2,7 Prozent gestiegen.

Der wirtschaftliche Aufwärtstrend in der deutschen Industrie aus dem zweiten und dritten Quartal 2009 hat dem BMWI zufolge spürbar an Dynamik verloren. „Der Umfang an Großaufträgen war für einen Dezember unterdurchschnittlich“, teilte das Ministerium mit. Besonders enttäuschend war Ordereingang aus dem Ausland, wo die Aufträge um 3,2 Prozent zurückgingen. Auch aus dem Inland registrierten deutsche Industriebetriebe einen Rückgang der Bestellungen. Hier sank der Auftragseingang um 1,4 Prozent.

Von dem Nachfragerückgang waren fast alle größeren Wirtschaftszweige betroffen. Am stärksten gingen die Bestellungen bei Produzenten von Vorleistungsgütern zurück, die im Vergleich zum Vormonat ein Minus von 3,2 Prozent hinnehmen mussten. Bei Herstellern von Investitionsgütern wie beispielsweise Autos und Maschinen gingen die Orders um 2,5 Prozent zurück. Allein die Konsumgüterindustrie vermeldete ein Plus, wo die Bestellungen um 1,8 Prozent nach oben gingen.

Betrachtet man die Entwicklung der Auftragseingänge für den Zeitraum November bis Dezember bleibt dennoch weiterhin ein leichter Zuwachs von 0,7 Prozent, wobei sich die Inlandsbestellungen um 1,1 Prozent und die Auslandsbestellungen um 0,2 Prozent erhöhten. Bezogen auf die jeweiligen Industrien steht im Zweimonatsvergleich ein Plus für die Investitionsgüter- (1,1%) und die Konsumgüter-Produzenten (+2,4%), während die Vorleistungsgüter-Industrie ein leichtes Minus zu verbuchen hat (-0,4%).

Ebenfalls positiv mit Einschränkungen stimmt auch der Vorjahresvergleich, wonach die Auftragseingänge in der Industrie im Zweimonatsvergleich November/Dezember erstmals wieder gegenüber dem Vorjahr deutlich um 6,4 Prozent gestiegen sind. Gleiches gilt für die Orders aus dem Aus- und Inland, die um 6,9 bzw. 6,0 Prozent höher ausfielen als im Vergleichszeitraum 2008. Dem BMWI zufolge seien allerdings hier gewisse Basiseffekte in Rechnung zu stellen.

Wenngleich die von der Industrie im Vormonat erzielten Zugewinne bei den Auftragseingängen zuletzt zum großen Teil wieder aufgezehrt wurden, bleibe die Nachfrage dem Wirtschaftsministerium zufolge dennoch in der Tendenz aufwärts gerichtet. „Die Stimmungsindikatoren, die sich überwiegend weiter freundlich zeigen, stützen das Bild einer sich fortsetzenden Erholung der Industriekonjunktur“, so das Ministerium.
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