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News, 12.09.2013
Weniger Bestellungen
Auftragsflaute im Ausland bremst Auftragseingang in der Industrie
Der Auftragseingang in der Industrie hat sich im Juli nach dem starken Orderschub im Juni deutlich abgeschwächt. Vor allem aus dem Ausland erhielt die deutsche Industrie erheblich weniger Bestellungen.
Trotz des Dämpfers im Juli zeigte der Auftragseingang in der Industrie in der Zweimonatsbetrachtung abermals nach oben - vor allem bei den Herstellern von Investitionsgütern.
Trotz des Dämpfers im Juli zeigte der Auftragseingang in der Industrie in der Zweimonatsbetrachtung abermals nach oben - vor allem bei den Herstellern von Investitionsgütern.

Vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge schwächte sich der Auftragseingang in der Industrie im Juli preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,7 Prozent gegenüber Juni ab. Im Vormonat hatten die Bestellungen dank eines überdurchschnittlich hohen Umfangs an Großaufträgen aufwärts revidiert noch um 5,0 Prozent zugenommen, teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit. Wie das Ministerium berichtet, war der starke Orderrückgang vor allem auf einen starken Rückgang der Nachfrage aus dem Ausland zurückzuführen, aus dem Juli 4,5 Prozent weniger Bestellungen eingingen als im Juni. Auch fiel der Umfang an Großaufträgen leicht unterdurchschnittlich aus. Die Auftragseingänge aus dem Inland unterschritten das Juni-Niveau dagegen nur leicht um 0,3 Prozent.

Betroffen von dem Nachfragerückgang war vor allem die Investitionsgüterindustrie, die im Juli einen Rückgang der Bestellungen um 5,1 Prozent hinnehmen musste. Auch Konsumgüter wurden weniger im Juli nachgefragt. Hier verringerte der Auftragseingang gegenüber Juni um 1,0 Prozent. Besser lief es bei den Vorleistungsgüterproduzenten. Sie verzeichneten im Juli mit einem Auftragsplus von 0,8 Prozent eine etwas stärkere Bestelldynamik als im Juni.

„Nach dem kräftigen durch Großaufträge gestützten Anstieg der Industrieaufträge im Vormonat entwickelte sich die Bestelltätigkeit in saisonbereinigter Rechnung im Juli erwartungsgemäß schwächer“, kommentierte das Ministerium die vorläufigen Zahlen des Statistikamts. „Das Niveau des auftragsstarken zweiten Quartals wird aber weiter überschritten und auch im Trend bleiben die Auftragseingänge aufwärts gerichtet“, ergänzte das BMWi.

Die in der Tendenz aufwärtsgerichtete Entwicklung der Industrienachfrage verdeutlicht vor allem der nicht ganz so schwankungsanfällige Zweimonatsvergleich. So lag das Volumen der Bestellungen im Zeitraum Juni/Juli insgesamt 3,3 Prozent über dem Niveau der Auftragseingänge von April bis Mai, wobei sich die Orders aus dem Inland auf Zweimonatssicht um 2,4 Prozent und die aus dem Ausland um 3,9 Prozent erhöhten. Verantwortlich für das deutliche Auftragsplus in der Zweimonatsbetrachtung war vor allem ein Nachfrageschub bei Investitionsgütern mit einem Zuwachs um 5,9 Prozent. Vorleistungsgütern wurden ebenfalls mehr nachgefragt, wenn auch nur geringfügig um 0,2 Prozent. In der Konsumgüterindustrie verringerte sich dagegen die Bestelldynamik im Zweimonatsvergleich um 1,8 Prozent.

Ihr Vorjahresniveau überschritten die Auftragseingänge in der Industrie im Juni/Juli arbeitstäglich bereinigt um 3,8 Prozent. Dabei steht in der Zweimonatsbetrachtung im Inland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Auftragsplus von 1,0 Prozent zu Buche, der Auftragseingang erhöhte sich auf Jahressicht sogar um 5,9 Prozent.

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