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News, 06.11.2015
Industrienachfrage weiter rückläufig
Auftragseingang in der Industrie setzt Talfahrt fort
Die Auftragslage im Verarbeitenden Gewerbe trübt sich weiter ein. Im September nahmen die Bestellungen den dritten Monat in Folge ab. Vor allem Investitionsgüter werden immer weniger bestellt.
Trotz des Abwärtstrends der letzten Monate: Im Inland und im Euroraum zeigt sich nach wie vor ein moderater Auftwärtstrend (Grafik: BMWi)
Trotz des Abwärtstrends der letzten Monate: Im Inland und im Euroraum zeigt sich nach wie vor ein moderater Auftwärtstrend (Grafik: BMWi)
Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland hat im September weiter an Fahrt verloren. Vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nach fielen die Bestellungen im September preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt 1,7 Prozent schwächer aus als im August, teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin mit. Das war der dritte Monat in Folge mit einem Auftragsrückgang. Im Juli hatten sich die Orders bereits um 2,2 Prozent verringert, im August um weitere 1,8 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten eigentlich im Mittel der Befragten mit einem Anziehen der Bestellungen um 1,0 Prozent gerechnet.

Lässt man die Großaufträge außen vor, schwächten sich die Orders nach Auskunft des Ministeriums lediglich um 0,4 Prozent ab. Bremsspuren zeigen sich vor allem bei der Auslandsnachfrage. Sie fiel im September 2,4 Prozent geringer aus als im August, wobei vor allem aus den Euroländern erheblich weniger Bestellungen eingingen. Hier verbuchte das Verarbeitende Gewerbe gegenüber August ein Orderminus von 6,7 Prozent. Aus den Ländern, die nicht der Eurozone angehören, kamen dagegen etwas mehr Bestellungen (+ 0,7 %). Auch im Inland schwächte sich die Industrienachfrage weiter ab. Hier verringerte sich der Auftragseingang den zweiten Monat in Folge insgesamt um 0,6 Prozent.

Entsprechend stand auch im Quartalsvergleich ein dickes Auftragsminus. So schwächte sich der Auftragseingang im Zeitraum Juli bis September gegenüber April bis Juni um 2,8 Prozent ab. Dabei standen leichten Bestellzuwächsen aus den Euroländern und dem Inland (+ 0,9 % bzw. + 0,3 %) deutliche Bestellrückgänge im Nicht-Euro-Ausland gegenüber. „Dieser Rückgang ereignete sich in den Monaten Juli und August. Im September war hier wieder eine leichte Belebung festzustellen“, teilte das Ministerium mit.

Bremsspuren zeigten sich auf Monatssicht vor allem bei der Nachfrage nach Investitionsgütern. Hier schwächten sich die Orders im September den dritten Monat in Folge um weitere 2,9 Prozent ab (August: - 2,9 %; Juli: - 2,5 %). Der Auftragseingang aus den Euroländern verringerte sich auf Monatssicht sogar um 12,8 Prozent (Nicht-Euroländer: + 0,7 %). Konsumgüter wurden im September ebenfalls weniger bestellt als im August, wenn auch nur geringfügig um 0,4 Prozent, Vorleistungsgüter dagegen etwas mehr (+ 0,4 %). An das Vorjahresniveau kam die Industrienachfrage nicht heran: Im Vorjahresvergleich ergab sich für September insgesamt ein Auftragsminus von 1,0 Prozent.

„Insgesamt erfahren die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe derzeit eine Durststrecke, die im Wesentlichen aus geringen Auftragseingängen aus dem Nicht-Euroraum resultiert“, kommentierte das BMWi die aktuelle Lage. Grund zur Sorge, dass es zu einem Einbruch der Industrienachfrage kommen könnte, sieht das Ministerium aber derzeit nicht: „Die Nachfrage aus dem Inland und dem Euroraum ist jedoch weiterhin moderat aufwärtsgerichtet und stützt die Industriekonjunktur. Das Geschäftsklima in der Industrie ist nach wie vor gut.“

cs/BMWi
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