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News, 09.01.2018
Weniger Aufträge für Investitionsgüter
Auftragseingang in der Industrie im November etwas schwächer
Die Nachfrage nach Industrieprodukten „made in Germany“ hat im November überraschend an Fahrt verloren. Auf Dreimonatssicht blieben die Auftragseingänge dennoch deutlich aufwärtsgerichtet.
Die Entwicklung der Auftragseingänge seit November 2007 (Grafik: BMWi)
Die Entwicklung der Auftragseingänge seit November 2007 (Grafik: BMWi)
Ein geringeres Volumen an Großaufträgen hat den Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland im November leicht zurückgehen lassen. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf Basis aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mitteilte, lag das Auftragsvolumen in der Industrie im November 0,4 Prozent unter Vormonatsniveau. Ohne Berücksichtigung der Großaufträge legten die Orders im November gegenüber Oktober kräftig um 1,8 Prozent zu.

„Nach dem starken dritten Quartal hatte das Volumen der Auftragseingänge im Oktober ein neues Rekordniveau erreicht. Im November waren im Wesentlichen die Schwankungen bei den Großaufträgen für das negative Ergebnis verantwortlich“, konstatierte das Bundeswirtschaftsministerium.

Schwächere Nachfrage nach Investitionsgütern


Verantwortlich für das insgesamt geringere Volumen an Neuaufträgen war eine geringere Nachfrage nach Investitionsgütern, insbesondere im Ausland: Hier gingen die Bestellungen im November gegenüber Oktober insgesamt um 2,3 Prozent zurück, wobei vor allem aus den Nicht-Euroländern (- 5,0 %) weniger Orders kamen. In den Euroländern legte die Investitionsgüternachfrage dagegen insgesamt leicht zu (+ 0,2 %). Im Inland lag das Bestellvolumen ebenfalls leicht unter dem Niveau von Oktober.

Vorleistungsgüter wurden dagegen im November deutlich mehr geordert. Hier zog der Auftragseingang den zweiten Monat in Folge um 2,0 Prozent an. Auftragsmotor waren die Nicht-Euroländer, aus denen im November 8,1 Prozent mehr Bestellungen kamen als im Oktober. Aber auch in den Euroländern zog die Nachfrage nach Vorleistungsgütern deutlich an (+ 2,2 %; Ausland insgesamt: + 5,3  %). Im Inland schwächte sich dagegen die Bestelldynamik im November ab (- 0,9 %).

Auch Konsumgüter wurden im November deutlich mehr bestellt als im Oktober (+ 3,2 %), wobei hier die Bestellimpulse mit einem Auftragsplus von 4,0 Prozent vor allem aus dem Inland kamen. Aber auch die Orders aus dem Ausland überstiegen das Bestellniveau von Oktober deutlich (+ 2,7 %; Euroländer: - 1,2 %; Nicht-Euroländer: + 6,3 %).

Entwicklung des Auftragseingangs weiter aufwärtsgerichtet

Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich ergab sich für die Monate Oktober und November gegenüber August und September ein Auftragsplus von 1,2 Prozent. In der Dreimonatsbetrachtung (September bis November gegenüber Juni bis August) erhöhte sich der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe sogar um 4,2 Prozent. „Die positive Entwicklung lässt sich insbesondere bei den Investitionsgütern beobachten, aber auch die anderen Bereiche legen zu. Die stärkeren Nachfrageimpulse kommen weiterhin aus dem Ausland“, teilte das Ministerium mit. Gegenüber November 2016 verbuchte die Industrie arbeitstäglich bereinigt sogar ein Auftragsplus von 8,7 Prozent.

"Insgesamt haben sich die Aufträge in der zweiten Jahreshälfte 2017 überaus dynamisch entwickelt. Damit ist das Fundament für einen starken Jahresauftakt in der Industrie gelegt“, so das Ministerium. Der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben im November 2017 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 4,6 Prozent höher als im Vormonat. Für Oktober 2017 ergab sich ein Rückgang von 2,1 % gegenüber September 2017. Das im Vormonat veröffentlichte vorläufige Ergebnis wurde damit bestätigt.

cs/BMWi/Destatis
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