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News, 08.04.2013
Mehr Auftragseingänge
Unerwartet starker Orderanstieg in der deutschen Industrie
Der Auftragseingang in der Industrie erholt sich: Nach einem schwachen Jahresauftakt verzeichnete die deutsche Industrie im Februar einen rund doppelt so starken Anstieg der Bestellungen wie von Volkswirten erwartet.
Insbesondere Investitionsgüter wie Maschinen, Anlagen und technisches Gerät waren deutlich mehr gefragt.
Insbesondere Investitionsgüter wie Maschinen, Anlagen und technisches Gerät waren deutlich mehr gefragt.
Die Nachfrage in der deutschen Industrie zieht wieder an. Vorläufigen Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zufolge erhielt die deutsche Industrie im Februar 2,3 Prozent mehr Orders als im Januar. Das ist der stärkster Zuwachs seit Oktober letzten Jahres (+3,9 %). Von Reuters befragte Ökonomen hatten nach dem deutlichen Rückgang der Bestellungen im Januar (aufwärts revidiert: -1,6 % gegenüber Dezember) lediglich im Schnitt für Februar ein Orderplus von 1,2 Prozent erwartet. Noch positiver zu bewerten ist das überraschend starke Plus, als es trotz eines für einen Februar leicht unterdurchschnittlichen Umfangs an Großaufträgen zustande kam.

Optimistisch für die weitere Entwicklung stimmt vor allem, dass die Nachfragedynamik sowohl im In- als auch im Ausland an Fahrt gewann.  So erhöhten sich die Orders aus dem Inland gegenüber Januar um 2,3 Prozent und die aus Ausland um 2,3 Prozent. Besonders positiv: Auch die Bestelleingänge aus den Eurozone-Ländern, die im Januar noch um 4,1 Prozent zurückgegangen waren, zogen wieder deutlich an (+1,6%). Besonders stark nach oben ging es mit den Orders in der Investitionsgüterindustrie: Hier erhöhte sich der Auftragseingang gegenüber Januar um 3,5 Prozent. Bei den Vorleistungsgüterproduzenten stand im Februar auf Monatssicht ein Auftragsplus von 0,9 Prozent zu Buche, während die Konsumgüterindustrie nach den Verlusten im Januar (-2,8 %) nur eine geringfügige Belebung (+0,1 %) verzeichnete.

Besonders positiv bewertete das Ministerium die starke Zunahme der inländischen Nachfrage bei den Investitionsgüterproduzenten, die im Inland gegenüber Januar ein Auftragsplus von 4,4 Prozent verbuchen konnten.“ Damit haben sich die Voraussetzungen für eine wieder anziehende Investitionstätigkeit verbessert“, so das Ministerium. „Die von den Stimmungsindikatoren vorgezeichnete allmähliche Belebung der Industriekonjunktur wird zunehmend auch durch die realwirtschaftlichen Indikatoren bestätigt.“

Ein leichter Aufwärtstrend zeigt sich dem Ministerium nach auch im Zweimonatsvergleich. So überstieg der Wert der eingegangenen  Bestellungen im Zeitraum Januar/Februar das Niveau der Monate November/Dezember um 0,1 Prozent. Grund für das leichte Auftragsplus in der Zweimonatsbetrachtung ist eine deutliche Belebung der Inlandsnachfrage um 1,3 Prozent, während im Ausland ein Auftragsminus von 0,9 Prozent zu Buche steht. Getragen wird das Plus auch hier von einer erhöhten Nachfrage nach Investitionsgütern (+0,6 %; Vorleistungsgüter: -0,2 %; Konsumgüter: -1,6 %).

Auf Jahressicht hat sich die Industrienachfrage dagegen erneut leicht abgeschwächt: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringerten sich die Auftragseingänge im Januar/Februar um 1,0 Prozent (Inland: -2,6 %; Ausland: +0,3 %).
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