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News, 08.11.2012
Einbruch der Auftragseingänge
Starker Orderrückgang in der deutschen Industrie
Die deutsche Industrie hat im September einen Einbruch der Auftragseingänge verzeichnet. Vor allem aus den Eurozone-Ländern kamen erheblicher weniger Bestellungen als im August.
Den stärksten Nachfragerückgang verzeichnete die Vorleistungsgüterindustrie.
Den stärksten Nachfragerückgang verzeichnete die Vorleistungsgüterindustrie.

Der Auftragseingang in der deutschen Industrie setzt seine Talfahrt fort. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) bekannt gab, erhielten Deutschlands Industrieunternehmen im September preis-, kalender- und saisonbereinigt 3,3 Prozent weniger Bestellungen als im August. Im Vormonat waren die Auftragseingänge auf Monatssicht bereits um 0,8 Prozent gesunken (aufwärts revidiert). „Der Umfang an Großaufträgen war erneut unterdurchschnittlich“, so das Ministerium.

Besonders der Auftragseingang aus dem Ausland schwächte sich erheblich ab. Hier verzeichnete die Industrie einen Rückgang der Bestellungen gegenüber August um 4,5 Prozent. Besorgniserregend entwickelte sich vor allem der Auftragseingang aus den Eurozone-Ländern. Hier sank die Nachfrage nach deutschen Industrieerzeugnissen auf Monatssicht um 9,6 Prozent. Aber auch die Inlandsnachfrage verlor erneut an Fahrt. Sie verringerte sich nach dem Einbruch im August (-3,0%) auf Monatssicht um weitere 1,8 Prozent.

Am stärksten büßten die Produzenten von Vorleistungsgütern beim Auftragseingang ein, die im September ein um 5,0 Prozent geringeres Volumen an Neuaufträgen verzeichneten als im August. Auch in den beiden anderen industriellen Hauptbereichen, der Investitionsgüter- und Konsumgüterindustrie, entwickelte sich die Auftragslage deutlich schlechter: Sie verbuchten binnen Monatsfrist einen Orderrückgang um 2,4 bzw. 1,7 Prozent. Für einen Lichtblick sorgte jedoch der Maschinenbau, der einen Anstieg der Auftragseingänge um 11,1 Prozent vermeldete.

Im Zweimonatsvergleich August/September gegenüber Juni/Juli verringerte sich die Industrienachfrage um 2,5 Prozent – und zwar sowohl im In- als auch im Ausland. Den stärksten Orderrückgang verbuchten auf Zweimonatssicht die Investitionsgüterproduzenten mit einem Auftragsminus von 3,7 Prozent. Die Nachfrage nach Konsum- und Vorleistungsgütern verringert sich im selben Zeitraum um 1,2 bzw. 0,8 Prozent. Auf Quartalssicht verbuchte die Industrie im Zeitraum Juli bis September bei den Auftragseingängen einen Rückgang um 2,3 Prozent. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum verringerte sich die Industrienachfrage im dritten Quartal um 4,7 Prozent und im Zeitraum August/September um 4,6 Prozent (Inland: -6,8%; Ausland: -2,7%).

„Das schwache wirtschaftliche Umfeld des Euroraums, aber auch der übrigen Weltwirtschaft schlägt sich mittlerweile deutlicher als im ersten Halbjahr bei der Nachfrage nach deutschen industriellen Erzeugnissen nieder“, konstatierte das BMWi. Dies wirke sich auch auf die Industrienachfrage aus dem Inland aus. „Daher dürfte sich die Industrieproduktion in den kommenden Monaten tendenziell weiter abschwächen“, so das Ministerium.

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