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News, 05.04.2012
Auftragseingänge Februar
Industrie verzeichnet leichten Orderanstieg
Ein deutlicher Anstieg der Bestellungen aus dem außereuropäischen Ausland hat der deutschen Industrie im Februar ein leichtes Orderplus beschert. Allerdings blieb die Dynamik bei den Auftragseingängen deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Auf Jahressicht hat sich der Auftragseingang in der Industrie jedoch erheblich abgeschwächt.
Auf Jahressicht hat sich der Auftragseingang in der Industrie jedoch erheblich abgeschwächt.

Die Nachfrage nach Industrieprodukten „made in Germany“ hat nach dem Dämpfer zu Beginn des Jahres wieder etwas angezogen. Dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zufolge verzeichnete die deutsche Industrie im Februar einen Anstieg der Auftragseingänge um preis-, kalender- und saisonbereinigt 0,3 Prozent. Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Ökonomen hatten allerdings für Februar einen Anstieg der Industrienachfrage um 1,4 Prozent erwartet. Im Januar waren die Auftragseingänge stark aufwärts revidiert um 1,8 Prozent gesunken. In ihrer Erstauswertung hatten die Statistiker für Januar noch einen Orderrückgang um 2,7 Prozent errechnet. Gegenüber dem Vorjahresmonat verbuchte die deutsche Industrie im Februar allerdings einen deutlichen Rückgang der Auftragseingänge um 6,1 Prozent.

Dem Ministerium zufolge war der Auftragseingang in der Industrie im Februar erneut von einem stark unterdurchschnittlichen Volumen an Großaufträgen geprägt. Eine aufwärtsgerichtete Bestelldynamik verzeichnete die Industrie allein im Ausland, wo die Nachfrage nach deutschen Industrieprodukten gegenüber Januar um 1,7 Prozent anzog. Für eine positive Nachfrageentwicklung sorgten hier die Länder außerhalb der Europäischen Union (EU), aus denen 5,0 Prozent mehr Orders kamen als im Januar. Der Auftragseingang aus der Eurozone ging dagegen binnen Monatsfrist um 3,2 Prozent zurück. Auch aus dem Inland kamen weniger Bestellungen. Hier verringerte sich die Industrienachfrage gegenüber Januar um 1,4 Prozent. Betroffen waren insbesondere die Konsumgüterproduzenten, die einen Orderrückgang um 3,8 Prozent verzeichneten. Auch Vorleistungsgüter waren weniger gefragt (-0,3%), während die Hersteller von Investitionsgütern im Februar ein Auftragsplus von 1,3 Prozent verbuchen konnten.

Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich Januar/Februar gegenüber November/Dezember verzeichnete die Industrie einen Rückgang der Bestellungen um 1,0 Prozent. Grund für die schwächere Auftragsentwicklung war auch auf Zweimonatssicht vor allem ein starker Nachfragerückgang in der Eurozone (-4,6%),  während die Nachfrage aus dem Inland und dem sonstigen Ausland nahezu konstant blieb (0,0% bzw. 0,1%). Vor allem Konsumgüter waren deutlich weniger gefragt als in den beiden Monaten zuvor (-4,1%). Auch Investitionsgüter wurden deutlich weniger bestellt (-3,0%). Bei den Vorleistungsgüterproduzenten stand dagegen auf Zweimonatssicht ein Auftragsplus von 2,8 Prozent zu Buche. Gegenüber Januar/Februar 2011 verringerte sich der Auftragseingang in der Industrie um 6,1 Prozent (Inland: -4,6%; Ausland: -7,3%).

„Bei weiterhin unterdurchschnittlichen Großaufträgen schwächt sich die Abwärtstendenz der Auftragseingänge in der Industrie etwas ab“, kommentierte das BMWi die gegenwärtige Entwicklung. Trotz einer stabilen Entwicklung der Nachfrage aus dem Inland als auch von außerhalb der Eurozone bleibe die Industrieproduktion aufgrund der Negativ-Impulse aus der Eurozone aber vorbelastet.

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