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News, 07.06.2016
Schwacher Start ins Frühjahr
Auftragsdämpfer für die deutsche Industrie
Das Verarbeitende Gewerbe hat im April einen deutlichen Rückgang der Bestellungen hinnehmen müssen. Ausnahme war die Vorleistungsgüterindustrie: Hier zog der Auftragseingang kräftig an.
Die Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Deutschlands seit April 2006 (Quelle: BMWi).
Die Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Deutschlands seit April 2006 (Quelle: BMWi).

Das Auf und Ab beim Auftragseingang in der deutschen Industrie hält an. Nachdem die Orders im Verarbeitenden Gewerbe im März noch deutlich zugenommen hatten, schwächte sich die Auftragsdynamik im April wieder deutlich ab. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BWMi) auf Basis aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes bekannt gab, verringerte sich der Auftragseingang im April gegenüber März  preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt um 2,0 Prozent. Einen so starken Rückgang der industriellen Auftragseingänge gab es zuletzt im Juni letzten Jahres. In einer Umfrage von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten zwar mit einem Rückgang der Bestellungen gerechnet, allerdings im Median lediglich um 0,6 Prozent. Im März hatten die Orders auf Monatssicht revidiert um 2,6 Prozent zugelegt.

Verantwortlich für die rückläufige Auftragslage war eine Nachfrageabschwächung im Ausland, aus dem im April 4,8 Prozent weniger Bestellungen eingingen als im März. Ausschlaggebend für das Auftragsminus im Ausland war ein starker Rückgang der Bestellungen in den Ländern außerhalb des Euroraumes, wo die Orders 8,3 Prozent geringer ausfielen als im März. Der Auftragseingang aus dem Inland zog dagegen um 1,3 Prozent an.

Besonders starke Orderrückgänge verzeichneten die Investitionsgüterproduzenten. Hier schwächte sich die Nachfrage nach dem Orderschub im Vormonat (+ 5,1 %)
gegenüber März um 6,1 Prozent ab. Konsumgüter wurden ebenfalls weniger geordert. Hier unterschritt der Auftragseingang das Niveau von März um 1,0 Prozent. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern zog dagegen kräftig an. Sie erhöhte sich im Monatsvergleich nach dem Auftragsrückgang im März (- 1,2%) um 4,8 Prozent.

In der Tendenz blieben die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe aber trotz der rückläufigen Auftragslage im April leicht aufwärts gerichtet. So ergab sich auf Zweimonatssicht im Zeitraum März/April gegenüber Januar/Februar ein Auftragsplus von 1,2 Prozent und im Dreimonatsvergleich ein Auftragszuwachs um immerhin noch 0,5 Prozent. Nimmt man nur den April im Vorjahresvergleich, verringerte sich der Auftragseingang arbeitstäglich bereinigt allerdings um 0,5 Prozent.

Dem Ministerium zufolge war der schwache Einstieg in das zweite Vierteljahr vor allem von der aktuell sehr schwankungsanfällige Nachfrage nach Investitionsgütern in den Nicht-Euroländern geprägt´, wo einem zweistelligen Zuwachs (+ 11,0 %) im März ein ebenfalls zweistelliger Rückpralleffekt (- 13,3 %) im April gegenüberstand. „Insgesamt nehmen die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe in der Tendenz weiter moderat zu, insbesondere die Aufträge aus dem Inland stiegen den dritten Monat in Folge an.“

cs/BMWi

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