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News, 18.12.2012
Aufschwungstimmung
Mittelstand sieht Anziehen der Konjunktur
Nach achtmonatiger Talfahrt hat sich die Stimmung im deutschen Mittelstand im November erstmals wieder deutlich aufgehellt. Dem KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zufolge zieht sich die Aufschwungstimmung fast durch alle Branchen.
Am besten ist die Stimmung aktuell im Mittelstand im Baugewerbe. Die stärkste Stimmungsaufhellung gab es im November im Großhandel.
Am besten ist die Stimmung aktuell im Mittelstand im Baugewerbe. Die stärkste Stimmungsaufhellung gab es im November im Großhandel.

Die anhaltende Schwächephase der deutschen Wirtschaft wird der KfW zufolge im Frühjahr voraussichtlich überwunden sein. Dies signalisierten der Staatsbank nach die neuesten Ergebnisse des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers. Danach hat sich das Geschäftsklima im deutschen Mittelstand mit einem Anstieg des Gesamtindikators um 3,0 auf 5,6 Saldenpunkte im November spürbar aufgehellt. Der KfW zufolge stelle dieser Sprung des Indikators das Anderthalbfache einer durchschnittlichen Monatsveränderung dar. Der Erhebung nach bewerteten die Unternehmen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage im November deutlich besser als im Oktober. So legte der Lageindikator auf historisch gesehen gutem Niveau um 2,9 auf 17,3 Saldenpunkte zu. Auch die Bewertungen zu den Geschäftsaussichten in den kommenden sechs Monaten verbesserten sich deutlich. Hier stieg der Teilindikator bereits zum zweiten Mal in Folge und notiert mit einem Plus von 3,1 auf -6,2 Saldenpunkte auf dem höchsten Stand seit Juli. „Wir rechnen für das zweite Quartal 2013 mit der konjunkturellen Wende“, so die Staatsbank.

Bei den Großunternehmen erholte sich das Geschäftsklima ebenfalls, wenn auch nur leicht (+0,9 Zähler). Im Gegensatz zum Mittelstand liegt allerdings der Indikator hier mit aktuell -3,4 Saldenpunkten nach wie vor unter dem langjährigen Durchschnittswert. Grund hierfür sind die schweren Rezessionen in Südeuropa und verhaltene Auslandsnachfrage, die die gegenwärtige Geschäftslage der großen und meist sehr stark exportorientierten Unternehmen belasten. Die Geschäftserwartungen der Großbetriebe deuten allerdings auf eine Besserung der Lage hin (+1,7 Zähler auf -13,5 Saldenpunkte). „Der parallel zurückweichende Pessimismus in beiden Unternehmensgrößenklassen macht uns vorsichtig optimistisch für die Zukunft“, so die KfW.

Mittelständisches Bauhauptgewerbe besonders positiv gestimmt

Wie die November-Erhebung zeigt, vollzieht sich die Stimmungsaufhellung auf breiter Front. So verbesserte sich das mittelständische Geschäftsklima in fast allen Branchen. Ausnahme war der Einzelhandel, wo der Gesamtindikator auf hohem Niveau geringfügig nachgab (-0,5 auf 13,2 Saldenpunkte). Das beste Geschäftsklima wies im November mit 18,6 Saldenpunkten das mittelständische Bauhauptgewerbe aus (+2,7 Zähler gegenüber Oktober). Den größten Sprung nach oben machte der Geschäftsklimaindikator allerdings im Großhandel, der seine Lage und Geschäftsaussichten im November mit insgesamt 15,3 Saldenpunkten um 12,3 Punkte besser bewertete als im Oktober. Als besonders erfreulich wertete die KfW zudem die Erholung im industriellen Mittelstand, wo die konjunkturelle Stimmung mit einem Anstieg des Gesamtindikators auf -0,4 Saldenpunkte fast wieder Normalniveau erreichte (+3,6 Zähler gegenüber September).

Dass der Mittelstand in Deutschland die Talsohle offenbar durchschritten glaubt, wird auch in den Beschäftigungserwartungen der Firmen sichtbar. So legten diese im November erstmals seit 10 Monaten kräftig um 3,7 Zähler zu. Der Förderbank zufolge ist das Zweieinhalbfache einer monatlichen Durchschnittsänderung.“Der deutsche Mittelstand, aber auch die großen Unternehmen stemmen sich gegen die Eurokrise und werden dabei von einer robusten Binnenwirtschaft getragen“, konstatierte die KfW.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung erwartet die KfW denn auch, dass sich die deutsche Wirtschaft nach einem schwachen Winter, unterstützt von einem weltwirtschaftlichen Rückenwind, bereits im zweiten Quartal 2013 erholen wird. „Für das Gesamtjahr 2013 reicht es aufgrund schwacher Investitionsbereitschaft dennoch nur für ein knappes Prozent Wachstum“, so das Bankenhaus.

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