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Pressemitteilung

Aufgrund ISO 50003: Neue Schärfe bei ISO-50001-Zertifizierungsaudits

Spätestens Anfang 2019 soll die revidierte Fassung der DIN EN ISO 50001 "Energiemanagementsysteme - Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung" in Kraft treten.
(PM) Ludwigshafen, 06.08.2018 - Dass es die ISO-50001-Zertifizierung schon jetzt nicht mehr ohne Blick auf die verschärften Anforderungen der ISO 50003 gibt, stellen die Energiemanagement-Experten der Rhein S.Q.M. GmbH klar. Und sie erklären, warum die ISO 50001 trotzdem eine Norm ist, die für alle Organisationen einen genaueren Blick wert ist, selbst wenn sie keine formelle Zertifizierung anstreben.

Immer dann, wenn die Revision einer Norm ansteht, gerät sie automatisch stärker in den Fokus der Organisationen. Das erklärt das verstärkte Interesse deutscher Unternehmen an der DIN EN ISO 50001, deren Revision in der Entwurfsversion im September 2017 veröffentlicht wurde, aber nur zum Teil. Rückenwind bekommt die "Energiemanagement-Norm" nicht zuletzt durch zahlreiche staatliche oder EU-Förderprogramme sowie schlicht dadurch, dass sie die Kosten einer Organisation erheblich senken und damit die Wirtschaftlichkeit steigern kann.

Betriebswirtschaftliche Motivation

"Letzteres ist auch der klare Hauptmotivator, warum sich nicht nur große Konzerne, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen mit einer ISO-50001-Zertifzierung auseinandersetzen.", berichtet Alfred Rist-Vogt, der bereits seit mehr als zehn Jahren als Netzwerkpartner das Team der Rhein S.Q.M. GmbH verstärkt. Bei der Umsetzung anderer Normen, der ISO 9001 oder der IATF 16949 beispielsweise, komme der Umsetzungsdruck häufig von außen, so der Energiemanagement-Experte: "Wenn ich als Automobilzulieferer bestimmte Zertifikate und Audits nicht vorweisen kann, darf ich nicht im Lieferantenpool verbleiben. So einfach ist das. Und das ist natürlich eine starke Antriebsfeder."

Bei der ISO 50001 kommt der Antrieb hingegen von innen heraus - und zwar von der Kostenseite: Wem es gelingt, den CO2-Austoß zu reduzieren und seine Energie-Effizienz zu verbessern, senkt damit auch seine Betriebskosten. "Und die Kosten nicht nur im Griff zu haben, sondern permanent zu optimieren, ist für alle Organisationen wichtig. Schließlich besteht immer die Gefahr, dass irgendwo ein Marktteilnehmer mit günstigeren Preisen auftaucht.", mahnt Rist-Vogt. Das Gute dabei: In den Bereichen Energiebezug, Energieverbrauch, Energienutzung sowie Energieeffizienz schlummern oft riesige Einspar- und Optimierungspotenziale. Rist-Vogt vergleicht das Thema Energiemanagement dabei mit einem Honigtopf: Den müsse man nur aufmachen, und schon tauchten zahlreiche Felder auf, auf denen man jährlich viel Geld einsparen könne.

Förderungen nutzen und Entlastungen geltend machen

Neben den Kosteneinsparungen schlagen bei der Kalkulation eines möglichen Return-on-Investment der ISO-50001-Zertifizierung noch zwei weitere große Faktoren zu Buche. Durch ein ISO 50001 konformes Energiemanagementsystem qualifizieren sich Organisationen für eine Vielzahl staatlicher Fördermöglichkeiten, die teilweise auch speziell auf KMU ausgelegt sind und eigentlich nur ausgeschöpft werden müssen. Und das kann sich auch doppelt lohnen: "In der Praxis schaffen es clevere Instandhaltungsleute, dass überfällige Anlagenmodernisierungen, die energetische Pluspunkte bringen, quasi über die ISO 50001 mitgefördert werden.", weiß Rist-Vogt. Außerdem fallen gerade bei Unternehmen, deren Produktion einen hohen Energieeinsatz erfordert, die folgenden Entlastungen ordentlich ins Gewicht: Zum einen kann die EEG-Ausgleichsregelung geltend gemacht und dadurch die Höhe der EEG-Umlage reduziert werden und zum anderen können Steuerentlastungen im Bereich Strom- und Energiesteuer beträchtliche Einsparungen mit sich bringen.

ISO-50001-Zertifizierung ist jedoch kein Spaziergang

Die Vorteile sind verlockend und in Deutschland wird im Vergleich zu anderen Ländern die ISO-50001-Zertifizierung überproportional in Anspruch genommen. "Viele der Organisationen, bei denen eine Rezertifizierung ansteht, werden jetzt allerdings auf neue Schwierigkeiten stoßen", prophezeit Wolfgang Rhein, der als QM-Experte und Geschäftsführer der auf Managementsysteme spezialisierten Organisationsberatung den Blick über den Tellerrand einer einzelnen Norm quasi im Blut hat. Und in diesem Fall, so Rhein, lohne der Blick in die ISO 50003 nicht nur, sondern sei sogar Pflicht.

Die DIN ISO 50003:2014 "Energiemanagementsysteme - Anforderungen an Stellen, die Energiemanagementsysteme auditieren und zertifizieren" ist bereits im November 2016 in der deutschen Fassung erschienen. Da sie allerdings im Titel gezielt Auditoren und Zertifizierungsstellen anspricht, wird sie oft von Organisationen, die nach ISO 50001 zertifiziert sind, nicht weiter beachtet. "Ein Fehler.", weiß Rhein. "Denn bestimmte Anforderungen, die die neue ISO 50003 enthält, haben mittelbare und unmittelbare Auswirkungen auf die nach ISO 50001 zertifizierten Organisationen." Eine wesentliche Änderung gegenüber der bisherigen Regelung bedeutet tatsächlich eine signifikante Verschärfung: Eine kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung muss sichergestellt und nachgewiesen werden.
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Die Organisationsberatung Rhein S.Q.M. wurde 2004 in Ludwigshafen gegründet und 2013 in eine GmbH umgewandelt. Der Schwerpunkt liegt bis heute im Bereich des Qualitätsmanagements für die Automobilindustrie sowie die Luft- und ...
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