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News, 19.06.2014
Arbeitsmarkt-Studie
Fachkräftemangel in Deutschland verstärkt sich
Die Zahl der Unternehmen in Deutschland, die infolge des Fachkräftemangels Probleme bei der Besetzung offener Stellen haben, wächst. Besonders Handwerker, Ingenieure und Führungskräfte sind immer schwieriger zu finden.
Zwar gibt es nach wie vor Millionen Arbeitslose, wie eine Studie des IAB aber zeigt, ist fast die Hälfte aller Arbeitslosen lediglich für Hilfsjobs einsetzbar.
Zwar gibt es nach wie vor Millionen Arbeitslose, wie eine Studie des IAB aber zeigt, ist fast die Hälfte aller Arbeitslosen lediglich für Hilfsjobs einsetzbar.
40 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben derzeit Schwierigkeiten, offene Stellen mit entsprechend qualifizierten Mitarbeitern zu besetzen. Das zeigt die Studie "Fachkräftemangel 2014" des Personaldienstleisters ManpowerGroup. Damit hat sich der Anteil der Arbeitgeber in Deutschland mit Problemen beim Recruiting neuer Fach- und Führungskräfte im Vergleich zur Vorjahresbefragung nach einer kurzfristigen Entspannung, wieder fünf Prozentpunkte erhöht. Im weltweiten Durchschnitt nahm der Anteil der befragten Arbeitgeber, die sich beim Recruiting schwer tun, gegenüber 2013 dagegen nur geringfügig zu. Mit einem Anteil von 36 Prozent liegt allerdings auch im globalen Durchschnitt die Quote der Unternehmen mit Problemen bei der Personalbeschaffung so wie seit dem Jahr 2007 nicht mehr.

Innerhalb Europas ist das Fachkräfteproblem nur in der Türkei, Ungarn, Bulgarien, Österreich und Griechenland noch ausgeprägter als in Deutschland. "Deutsche Unternehmen müssen jetzt Initiative ergreifen, damit sie den Wettbewerb um Fachkräfte nicht verlieren", so Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. Im ersten Quartal 2014 ist das Bruttoinlandsprodukt so stark gewachsen wie seit drei Jahren nicht mehr - und Experten gehen davon aus, dass sowohl die Industrie als auch der Handel und die Baubranche hierzulande weiter für eine starke Konjunktur sorgen werden. "Häufig scheitert die Mitarbeitersuche an fehlenden Fachkenntnissen der Bewerber. Doch Weiterbildungsprogramme für Quereinsteiger zahlen sich aus, wenn Kandidaten gut zum Unternehmen passen und eine hohe Motivation mitbringen", so Brune weiter.

Die Folgen des Fachkräftemangels spüren viele Firmen laut der ManpowerGroup-Studie bereits: 50 Prozent geben an, dass die Rekrutierungsprobleme ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährden. 45 Prozent sagen sogar, dass der Fachkräftemangel sich schon negativ auf die Kundenzufriedenheit auswirkt.

Manager-Mangel bahnt sich an, Entspannung im Kundenservice sowie Finanz- und Rechnungswesen


Händeringend gesucht werden in der Bundesrepublik nach wie vor Facharbeiter aus handwerklichen Bereichen sowie Ingenieure. Sie belegen wie schon in den Vorjahren Plätze 1 und 2 im Ranking der am schwierigsten zu findenden Spezialisten. Ebenfalls große Nachfrage besteht in diesem Jahr bei Führungskräften (Platz 3). Im Vorjahr war dieses Berufsbild noch nicht in den "Top Ten". IT-Fachkräfte (Platz 4), Restaurant- und Hotelfachkräfte (Platz 5) sowie Vertriebsmitarbeiter (Platz 7) werden sehr viel stärker als 2013 nachgefragt. Leicht gestiegen ist auch die Nachfrage nach qualifiziertem Personal für Verwaltungs- und Assistenzstellen (Platz 6; im Vorjahr Platz 7). Im Finanz- und Rechnungswesen scheint sich die Lage dagegen zu entspannen: Diese Stellenbeschreibung findet sich im aktuellen Ranking nur noch auf Platz 10 (Vorjahr: Platz 3). Kundenservice-Mitarbeiter (2013: Platz 5) sind nicht mehr in der Rangliste zu finden.

"Dem Mangel an qualifizierten Managern sollten die Unternehmen frühzeitig mit individuellen Entwicklungsplänen begegnen, ein Bestandteil können Führungskräfte-Coachings sein", so ManpowerGroup-Deutschland-Chef Herwarth Brune.

Ranking der am schwierigsten zu besetzenden Positionen 2014
  1. Facharbeiter / Handwerker   
  2. Ingenieure
  3. Führungskräfte       
  4. IT-Fachkräfte
  5. Restaurant- und Hotelfachkräfte
  6. Personal für Verwaltung / Assistenz 
  7. Vertriebsmitarbeiter
  8. Ärzte und medizinische Fachangestellte
  9. Techniker   
  10. Personal für Finanz- und Rechnungswesen
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