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News, 31.05.2013
Arbeitsmarkt-Studie
Fachkräftemangel in Deutschland rückläufig
Deutsche Unternehmen haben derzeit deutlich weniger Probleme, offene Stelle zu besetzen, als im letzten Jahr, zeigt eine Erhebung des Personaldienstleisters Manpower. Weltweit betrachtet hat sich der Fachkräftemangel dagegen tendenziell verstärkt.
Verkleinert hat sich die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage unter anderem bei IT-Fachkräften.
Verkleinert hat sich die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage unter anderem bei IT-Fachkräften.

Der Fachkräftemangel in Deutschland schwächt sich etwas ab: Während im vergangenen Jahr noch 42 Prozent der Unternehmen in Deutschland Schwierigkeiten hatten, Stellen zu besetzen, trifft dies aktuell auf nurmehr 35 Prozent der Arbeitgeber hierzulande zu. Das geht aus der aktuellen Studie „Fachkräftemangel 2013“ der ManpowerGroup hervor. Damit liegt Deutschland nun genau im internationalen Durchschnitt. "Inzwischen haben mehr deutsche Arbeitgeber ihre Rekrutierungsstrategien angepasst", erklärte Deutschland-Chef Herwarth Brune den Rückgang. "Personaler sind zunehmend bereit, über den Tellerrand zu schauen und ihre Anforderungen zu überdenken. Sie suchen heute zum Beispiel auch nach geeigneten Quereinsteigern oder Experten aus dem Ausland."

Global gesehen hat sich der Fachkräftemangel – anders als in Deutschland – allerdings verschärft. So hat sich der Anteil der weltweit befragten Unternehmen mit Problemen beim Besetzen offener Stellen seit dem Jahr 2009 von 30 Prozent auf 35 Prozent erhöht. Auch hat ein immer größer werdender Anteil der Unternehmen Sorge, dass sich die Personalknappheit auf das Geschäft auswirkt. So fürchten mittlerweile 54 Prozent der Unternehmen, denen es an Spezialisten mangelt, dass sich der Mangel an Personal in hohem oder mittlerem Maße negativ auf ihre Kundenzufriedenheit auswirkt. Im Vorjahr hatten diese Sorge Manpower zufolge lediglich 42 Prozent der weltweit befragten Arbeitgeber.

Ingenieure und Facharbeiter im Handwerk am schwierigsten zu finden

Auch wenn der Fachkräftemangel in Deutschland aktuell nicht ganz so vielen Arbeitgebern zu schaffen macht wie noch im Vorjahr, könne von Entwarnung dem Bericht nach hierzulande keine Rede sein. Besonders groß ist weiterhin der Engpass im Bereich der Ingenieure sowie bei Facharbeitern in handwerklichen Berufen. Hier tun sich deutsche Unternehmen nach wie vor am schwersten, offene Stellen zu besetzen. Immer größer wird der Facharbeiter-Engpass auch bei Positionen im Bereich Finanz- und Rechnungswesen. Sie rückten nach Platz 6 im Vorjahr auf den dritten Platz vor.

Deutlich vergrößert hat sich die Lücke zwischen offenen Stellen und verfügbarem Fachpersonal auch im Support und Kundenservice: Während entsprechende Jobs im Ranking der am schwersten zu besetzenden Positionen 2012 noch nicht zu den Top 10 gehörten, belegen sie 2013 hinter Positionen im Vertrieb, die auf Rang 4 stehen, den fünften Platz. Im IT-Bereich hat sich der Fachkräftemangel dagegen etwas entspannt: IT-Fachkräfte rangieren, was den Engpass angeht, nach Platz 4 im Vorjahr aktuell nur auf Platz 9. Aus den Top 10 herausgefallen sind dagegen Manager und Geschäftsführer. Sie standen Manpower zufolge 2012 noch auf Rang 8.

"Gerade bei den Handwerkern und Ingenieuren fehlt es noch immer an Nachwuchs", fasste Brune zusammen. "Das reißt Lücken, die sich nicht innerhalb von einem Jahr schließen lassen", so der Deutschland-Chef der ManpowerGroup. Die Studie "Fachkräftemangel" wird von dem Personaldienstleister seit 2006 weltweit durchgeführt. An der jüngsten Erhebung beteiligten sich 38.000 Teilnehmer aus 42 Ländern. In Deutschland wurden mehr als 1.000 Unternehmen befragt, die einen Querschnitt der gesamtdeutschen Wirtschaft darstellen.

Die Top 10 der am schwierigsten zu besetzenden Positionen 2013 im Überblick:

  1. Facharbeiter (Handwerker)   
  2. Ingenieure
  3. Personal für Rechnungs- und Finanzwesen       
  4. Vertriebsmitarbeiter
  5. Mitarbeiter im Kundenservice und Support
  6. Techniker
  7. Personal für Verwaltung / Assistenz 
  8. Ärzte und medizinische Fachangestellte
  9. IT-Fachkräfte   
  10. Fahrer

 

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