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News, 30.06.2010
Arbeitsmarkt
Gut jeder zehnte Deutsche sucht nach Arbeit
Fast neun Millionen Menschen in Deutschland sind erwerbslos oder aber unterbeschäftigt, das heißt in Teilzeit beschäftigt, obwohl sie gerne eine Vollzeitstelle hätten.
Raus aus der Teilzeit in einen Vollzeitjob oder überhaupt erst einmal eine Arbeitsstelle finden – für rund ein Zehntel aller Deutschen wäre dies ein Traum. Das geht aus den vorläufigen Ergebnissen der neuen Arbeitskräfteerhebung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das Jahr 2009 hervor. Danach waren im vergangenen Jahr 8,6 Millionen bzw. rund 10,6 Prozent der Deutschen im Alter zwischen 15 und 74 Jahren auf der Suche nach Arbeit, mehr Arbeitsstunden oder einem Vollzeitjob. Laut Statistikbehörde unterteilte sich dabei die Zahl der Arbeitssuchenden in Deutschland in 4,2 Millionen Unterbeschäftigte, 3,2 Millionen Erwerbslose und 1,2 Millionen Personen in der sogenannten Stiller Reserve.

Als Unterbeschäftigte gelten Erwerbstätige, die gern mehr Arbeitsstunden leisten wollten und auch nach eigener Auskunft hierfür zur Verfügung stünden. Gemäß dieser Definition waren im vergangenen Jahr 10,9 Prozent der 15- bis 74-jährigen Erwerbstätigen in Deutschland (Gesamtzahl: 38,7 Millionen) unterbeschäftigt. Dabei äußerten Beschäftigte in Teilzeit rund dreimal häufiger den Wunsch nach Ausweitung ihrer Beschäftigung (22,2%) als solche, die bereits in Vollzeit tätig sind (6,8%).

Zu den Erwerbslosen werden Personen gezählt, die zum Befragungszeitpunkt erwerbslos sind, also keiner Arbeit nachgehen, aber in den letzten vier Wochen aktiv nach einer Tätigkeit gesucht haben und für eine solche auch innerhalb von zwei Wochen zur Verfügung stünden. Laut Statistik lag die Erwerbslosenquote, also der Anteil der Erwerbslosen an der Gesamtzahl der 15- bis 74-jährigen Erwerbspersonen, in Deutschland 2009 bei 7,7 Prozent.

Weitere 21,7 Millionen Deutsche im Alter von 15 bis 74 Jahren zählten zu den Nichterwerbspersonen und 5,7 Prozent von ihnen zu Stillen Reserve. Als Personen in Stiller Reserve werden Erwerbslose bezeichnet, die keine Arbeit haben und ebenso wie Erwerblose zwar Arbeit suchen, allerdings für die Aufnahme einer Tätigkeit aufgrund von persönlichen Verpflichtungen, einer Krankheit oder auch einer Fortbildung nicht kurzfristig zur Verfügung stehen. Ebenfalls zur Stillen Reserve zählen Personen, die aus verschiedenen Gründen, beispielsweise weil sie entmutigt sind, keine Arbeit suchen, aber grundsätzlich gerne arbeiten würden und für diese Arbeit auch verfügbar wären.

„Für die Betroffenen bedeutet der unerfüllte Wunsch nach Arbeit oder Mehrarbeit mitunter starke Einbußen in der Lebensqualität. Für die Volkswirtschaft ist es ungenutzte Arbeitskraft“, so die Statistikbehörde in ihrem Bericht. Erwerbslose, Unterbeschäftigte und Stille Reserve zusammen genommen ergebe sich - gemessen an der Summe der Erwerbspersonen und Stillen Reserve – den Statistikern zufolge in Deutschland ein ungenutztes Arbeitskräftepotenzial von 20,1 Prozent.
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