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News, 10.09.2017
Arbeitsmarkt-Erhebung
Erheblich mehr Arbeitsstunden in Teilzeit-Jobs
Die Teilzeitarbeit ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch: Im zweiten Quartal erhöhte sich die Zahl der Teilzeit-Jobs in Deutschland stärker als die der Vollzeit-Stellen. Auch leisten Teilzeit-Beschäftigte heute deutlich mehr Arbeitsstunden als früher.
Homeoffice-Arbeitsplätze werden immer beliebter - auch in Teilzeit (Bild: panthermedia.net / Kryzhov)
Homeoffice-Arbeitsplätze werden immer beliebter - auch in Teilzeit (Bild: panthermedia.net / Kryzhov)
Im zweiten Quartal 2017 arbeiteten die Deutschen insgesamt 14,2 Milliarden Stunden. Das waren 0,4 Prozent Arbeitsstunden weniger als im zweiten Quartal 2016. Grund für das niedrigere Arbeitsvolumen war eine geringere Zahl der potenziellen Arbeitstage als im Vorjahresquartal. Das geht aus einer Analyse von Arbeitsmarktdaten des Instituts für Arbeitsmarkt- und  Berufsforschung (IAB) hervor. So lagen unter anderem die Osterfeiertage in diesem Jahr sehr spät, teilten die IAB-Forscher mit.

Im zweiten Quartal 2017 gingen in Deutschland insgesamt 44,2 Millionen Menschen einer Arbeit nach. Das waren 1,5 Prozent Erwerbstätige mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.  Dabei nahm die Zahl der Teilzeitbeschäftigten (+ 2,2 %) stärker zu als die Zahl der Vollzeitangestellten. Wie Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ anmerkte, zeige allerdings der deutliche Zuwachs der Vollzeitstellen, dass  Beschäftigungsaufschwung „kein Verschiebebahnhof“ sei.

Die durchschnittliche Arbeitszeit pro Erwerbstätigem ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum allerdings zurück. So arbeiteten Erwerbstätige – hierunter fallen abhängig beschäftigte Arbeitnehmer, Selbstständige und mithelfende Familienangehörige -  im zweiten Quartal dieses Jahres durchschnittlich 321,2 Stunden. Das waren 1,9 Prozent weniger als im zweiten Quartal 2016. Der Krankenstand lag dagegen im Durchschnitt aller Beschäftigten mit einer Quote von 3,8 Prozent etwas höher als im Vorjahreszeitraum (Q2/2016: 3,4 %).

Im Durchschnitt arbeiteten Erwerbstätige in Deutschland im zweiten Quartal 2017 gut 30 Stunden, wobei in Vollzeit beschäftigte Arbeitnehmer durchschnittlich auf rund 38 Wochenarbeitsstunden und Teilzeit-Beschäftigte auf rund 17 Arbeitsstunden in der Woche kamen. Damit lag die durchschnittlich vereinbarte Wochenarbeitszeit dem IAB nach etwas höher als im Vorjahreszeitraum. Vor allem bei Teilzeit-Beschäftigten zeigt sich ein klarer Trend zu einer höheren Wochenarbeitszeit: „Die durchschnittliche Arbeitszeit in Teilzeitjobs liegt heute um fast 100 Stunden pro Jahr höher als noch 2004“, so Weber. „Der entscheidende Grund hierfür ist, dass es mehr reguläre Teilzeitstellen gibt und die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten seit Jahren zurückgeht.“

cs/IAB
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