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News, 06.09.2013
Ungenutztes Arbeitskräftepotenzia
6,7 Millionen Deutsche suchen Arbeit
Die Zahl der Arbeitsuchenden in Deutschland liegt weiterhin erheblich höher als die offizielle Arbeitslosenstatistik wiedergibt. Allerdings hat sich das sogenannte ungenutzte Arbeitskräftepotenzial dank des Booms am Arbeitsmarkt im letzten Jahr um etwa eine halbe Millionen verringert.

Rund 6,7 Millionen Menschen in Deutschland waren im vergangenen Jahr auf Arbeitsuche, weil sie erwerbslos oder unterbeschäftigt waren. Das geht aus Daten der Arbeitskräfteerhebung im Jahr 2012 hervor. Danach umfasste das sogenannte Arbeitskräftepotenzial, also die Zahl der Arbeitsuchenden in Deutschland insgesamt rund 2,3 Millionen Erwerbslose, 3,3 Millionen Unterbeschäftigte und 1,1 Millionen Personen in stiller Reserve. , die  Damit hat sich das ungenutzte Arbeitskräftepotenzial 2012 in Deutschland stark verringert: Im Vorjahr hatten noch rund 7,3 Millionen Menschen einen Vollzeit- oder Teilzeit-Job gesucht.

Drei Viertel der Unterbeschäftigten in Vollzeit-Jobs sind Männer

Während das gesamte ungenutzte Arbeitskräftepotenzial mit insgesamt knapp 3,4 Millionen männlichen Arbeitsuchenden und 3,3 Millionen weiblichen nach Arbeit suchenden Personen zwischen den Geschlechtern im vergangenen Jahr fast gleich verteilt war, zeigen sich bei den einzelnen Formen des ungenutzten Arbeitskräftepotenzial teils deutliche Unterschiede. Am stärksten ausgeprägt sind diese bei den Unterbeschäftigten, wenn hier nach Voll- und Teilzeit differenziert wird. So zeigt die Arbeitskräfteerhebung, dass von Unterbeschäftigung in Vollzeit-Jobs – hierunter fallen alle Jobs mit einer Wochenarbeitszeit ab 32 Stunden – vor allem Männer betroffen sind: Von den rund 1,5 Millionen Unterbeschäftigten in Vollzeit entfiel auf sie 2012 ein Anteil von 72 Prozent. Anders bei Teilzeit-Jobs: Hier waren von den insgesamt rund 1,5 Millionen Unterbeschäftigten fast drei Viertel Frauen (72%). „Unterbeschäftigte sind zwar erwerbstätig, haben aber den Wunsch nach zusätzlichen Arbeitsstunden und stehen für diese auch zur Verfügung“, so das Statistikamt.

Deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es auch in der Gruppe der sogenannten Personen in Stiller Reserve. Hier waren die Frauen 2012 mit einer Anzahl an 584.000 gegenüber den Männern mit 486.000 klar in der Mehrheit. Der Anteil der Stillen Reserve an den Nichterwerbspersonen war bei den Frauen mit 4,8 Prozent jedoch geringer als bei den Männern (5,6 %.). Hier standen 12,1 Millionen weiblichen Nichterwerbspersonen knapp 8,7 Millionen männliche gegenüber. „Personen in Stiller Reserve haben ebenso wie die Erwerbslosen überhaupt keine Arbeit, äußerten in der Befragung aber den generellen Wunsch nach Arbeit“, so die Statistikbehörde. Zur Stillen Reserve zählten dem Statistikamt zufolge auch Personen, die zwar Arbeit suchen, jedoch im Moment kurzfristig für eine Arbeitsaufnahme nicht zur Verfügung stehen.

Daneben gab es allerdings auch Arbeitnehmer, die weniger arbeiten wollten. So hatten im letzten Jahr rund 855.000 Beschäftigte den Wunsch, die Zahl ihre Arbeitsstunden zu reduzieren und waren bereit, dafür entsprechende Einkommenseinbußen hinzunehmen. „Anders als bei den Unterbeschäftigten zeigen sich bei ihnen nur geringe Unterschiede zwischen Männern und Frauen“, so das Statistikamt.

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