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News, 31.05.2012
Arbeitskosten-Studie
Industrielle Arbeitskosten kräftig gestiegen
Das Produzierende Gewerbe in Deutschland hatte im Jahr 2011 erheblich höhere Arbeitskosten zu schultern als in den Jahren zuvor, zeigt eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln.
Laut Studie erhöhten sich die Sonderzahlungen im Produzierende Gewerbe fast dreifach so stark wie Löhne und Gehälter.
Laut Studie erhöhten sich die Sonderzahlungen im Produzierende Gewerbe fast dreifach so stark wie Löhne und Gehälter.
Im Durchschnitt beliefen sich 2011 die Arbeitskosten je Vollzeitkraft, also die Summe aus dem Lohn und den Personalzusatzkosten, im Produzierenden Gewerbe auf jährlich 56.900 Euro. Damit Arbeitskosten produzierende Betriebe in Deutschland um knapp sieben Prozent beziehungsweise fast 3.600 Euro höher als vor der Wirtschaftskrise im Jahr 2008. Das zeigt die Studie „Die Struktur der Arbeitskosten in der deutschen Wirtschaft“ des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln.

Nach dem durch die Phase der Kurzarbeit bedingten Rückgang im Krisenjahr 2009 zogen die Arbeitskosten wieder deutlich an. So beliefen sich die Arbeitskosten je Vollzeitkraft in den alten Bundesländern 2011 im Produzierenden Gewerbe im Schnitt auf 59.500 Euro. Das waren 4,9 Prozent mehr als im Jahr 2010. Vor allem die Sonderzahlungen fielen deutlich höher aus. So stiegen die Kosten für Weihnachts- und Urlaubsgeld, Boni und sonstige Zusatzleistungen auf Jahressicht um 13 Prozent, die Löhne und Gehälter dagegen nur 4,7 Prozent. Damit erhöhte sich der Anteil der Sonderzahlungen am Gesamtverdienst im Schnitt auf 7,4 Prozent (2009 und 2010: jeweils 6,9%).

In den neuen Bundesländern mussten produzierende Betriebe für die gleiche Vollzeitstelle dagegen im Schnitt nur 39.170 Euro schultern. Auch fiel der Anstieg der Arbeitskosten im Osten mit einem Zuwachs um 3,8 Prozent deutlich moderater aus als im Westen. „Allerdings waren im Krisenjahr 2009 die Arbeitskosten auch nicht so stark gesunken wie in Westdeutschland, sodass sie unterm Strich seit 2008 genauso stark wie im Westen gestiegen sind“, so das IW Köln.

Summa summarum verzeichnen Arbeitgeber im Osten aber immer noch einen Arbeitskostenvorteil von mehr als einem Drittel gegenüber Firmen, die im Westen angesiedelt sind. „Neben dem produktivitätsbedingtniedrigeren Lohnniveau erklärt sich der Unterschied durch die geringeren Sonderzahlungen und die weniger stark ausgebaute betriebliche Altersversorgung“, so das Kölner Wirtschaftsforschungsinstitut.
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