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Aon Hewitt-Studie zeigt: Globale Konzerne wollen mehr Kontrolle über ihre weltweiten Benefit-Programme ausüben

Grund dafür sind weiterhin steigende Kosten und Risiken
(PM) München, 18.10.2012 - Die Kosten und Risiken von betrieblichen Nebenleistungen wie Alters- und Gesundheitsplänen sind in den vergangenen zehn Jahren weltweit unvermindert weiter gestiegen. Global agierende Unternehmen beabsichtigen, dieser Entwicklung entgegenzutreten, indem sie deutlich mehr Kontrolle über ihre globalen Leistungspläne und die zugehörige Benefits-Strategie ausüben. Zu diesem Ergebnis kommt die Aon Hewitt-Studie zur Corporate Governance der globalen Sozialleistungsprogramme, an der 140 multinationale Unternehmen vorwiegend aus Nordamerika und Europa teilgenommen haben. Weniger als 20 Prozent der Befragten sind sich sicher, dass in den lokalen Niederlassungen, die global geltenden Benefits Richtlinien eingehalten werden. 90 Prozent der Teilnehmer wollen innerhalb der nächsten drei Jahren ein Richtlinienwerk aufgebaut haben. Dabei erwarten sie, dass Kompetenzen zurück in die Firmenzentrale verlagert werden. Bisher haben allerdings noch nicht einmal die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen formale Strukturen für den globalen Umgang mit Nebenleistungen implementiert. Die unterschiedlichen Herausforderungen, denen Multinationals in Industrie- und Schwellenländern gegenüberstehen, erschweren diese Aufgabe zusätzlich.

Global aufgestellte Unternehmen operieren in den unterschiedlichsten Ländern – und wenden beträchtliche Summen dafür auf, ihren weltweiten Mitarbeitern Nebenleistungen im Rahmen der Gesamtvergütung zukommen zu lassen. Der Druck, aus diesen Ausgaben das Beste herauszuholen, steigt mit der Volatilität des wirtschaftlichen Umfelds weiter an. Doch laut der aktuellen Studie wissen viele der Verantwortlichen für die globale Benefit-Strategie noch nicht einmal genau, welche Programme in den einzelnen Ländern tatsächlich angeboten werden – geschweige denn, wie viel die Programme kosten, welche Risiken sie bergen und wie zielführend sie sind. Erschwerend kommt hinzu, dass sich Unternehmen den möglicherweise kostspieligen Konsequenzen der Entscheidungen aus früheren Zeiten stellen müssen. Vor allem die Kosten von Betriebsrenten und betrieblichen Krankenversicherungen explodieren aufgrund sinkender Zinsen und einer alternden Bevölkerung. Dies gilt vor allem in den reifen Märkte der Industrienationen. Gleichzeitig herrscht Fachkräftemangel und Unternehmen benötigen Nebenleistungen, um auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben – vor allem in Wachstumsmärkten wie China und Brasilien.

„Unsere Studie zeigt, dass viele Unternehmen die Lösung darin sehen, die Prozesse in der globalen Benefit-Strategie zu zentralisieren“, so Bart Breemans, Leiter International Retirement & Investment Practice Central Europe bei Aon Hewitt. Bisher zeigen sich die Multinationals laut der Studie größtenteils sehr flexibel gegenüber Entscheidungen, die auf Länderebene getroffen werden – was allerdings deutliche Probleme in der Umsetzung aufwirft. „Durch eine Zentralisierung erhoffen sie sich vor allem mehr Kontrolle über Kosten und Risiken der Nebenleistungen. Dieser Trend ist bereits zu beobachten: Noch vor fünf Jahren gab es bei nur einem Viertel der Befragten zentralisierte Strukturen – laut der aktuellen Befragung sind es heute zwei Drittel, Tendenz steigend.“

Benefits effektiv global managen

Die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen verfügt über globale Richtlinien zu betrieblichen Nebenleistungen. Allerdings zeigen die Ergebnisse der Befragung, dass für eine effektive Umsetzung der globalen Benefit-Strategie mehr erforderlich ist. Wichtig sind formale, unternehmensweite, regionale und lokale Strukturen, die es ermöglichen, den Umgang mit den Benefit-Plänen zu messen und zu regulieren sowie die Risiken auf dem adäquaten Level anzugehen. Gleichzeitig eröffnet sich damit die Möglichkeit, operative Kosten zu sparen und kleinere Standorte zu entlasten. „Vor allem gilt es aber eines sicherzustellen: Alle notwendigen Informationen zum Design der Benefits, den finanziellen Hintergründen und operativen Prozessen müssen an einer Stelle zusammenlaufen,“ erklärt Breemans. „Nur so kann ein zentraler Überblick über die globale Benefit-Landschaft gewährleistet werden.“
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