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News, 12.10.2012
Mehr Insolvenzen
Anstieg der Verbraucher- und Unternehmensinsolvenzen
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im Juli erstmals wieder angestiegen. Auch auf Seiten der Verbraucher meldeten die Amtsgerichte mehr Insolvenzen als im Jahr zuvor, hier sogar den zweiten Monat in Folge. Das laufende Gesamtjahr betrachtet weist die Statistik jedoch weiterhin einen Rückgang aus.

Die Zahl der Insolvenzen nimmt in Deutschland wieder zu. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekannt gab, meldeten die Amtsgerichte im Juli 2.580 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 1,6 Prozent mehr gewerbliche Insolvenzen als im Juli 2011. Nicht in diesem Vorjahresvergleich  berücksichtigt sind allerdings die Unternehmensinsolvenzen aus dem Saarland, da dessen Daten aus dem Vorjahresmonat dem Statistikamt zufolge aufgrund einer Unschärfe nicht korrekt mit einbezogen werden konnten. In den Monaten April bis einschließlich Juni war die Zahl der Firmenpleiten noch auf Jahressicht zurückgegangen, zuletzt im Juni um 6,1 Prozent und im Mai sogar um 9,8 Prozent. "Der schwächelnde Export wird schon bald Folgen haben", so Christoph Niering,  Vorsitzender des Insolvenzverwalterverbandes (VID), am Freitag in Berlin. "Bei den geringen Margen in vielen Schlüsselbranchen sind die finanziellen Reserven schnell verbraucht", so der VID-Chef.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen stieg im Juli ebenfalls. Sie lag sogar um 2,8 Prozent über dem Vorjahresniveau und erhöhte sich damit den zweiten Monat in Folge. Im Juni hatte die Zahl der Privatinsolvenzen allerdings nur 1,3 Prozent über dem Vorjahresstand gelegen. Im März, April und Mai waren die Verbraucherinsolvenzen noch auf Jahressicht gesunken. Zusammen mit den Insolvenzen ehemals Selbstständiger und natürlicher Personen als Gesellschafter sowie Nachlässen summierte sich die Zahl der Insolvenzen im Juli insgesamt  auf 13.783 Fälle. Das ist ein Zuwachs binnen Jahresfrist um 2,5 Prozent.

Die Summe der mit den Insolvenzen einhergehenden offenen Forderungen bezifferten die Amtsgerichte im Juli, die Meldungen aus dem Saarland herausgerechnet, auf 3,6 Milliarden Euro. Das waren 1,4 Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor (Juli 2011: 2,2 Mrd. Euro).

Die Gesamtbilanz im laufenden Jahr bleibt jedoch positiv – und zwar sowohl was die Verbraucherinsolvenzen als auch die Firmenpleiten angeht. So fiel die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Zeitraum Januar bis Juli  mit 17.356 gemeldeten Fällen um 2,2 Prozent niedriger aus als im Vergleichszeitraum 2011. Bei den Verbraucherinsolvenzen weist die Statistik sogar einen Rückgang binnen Jahresfrist um 2,9 Prozent aus (58.710 Insolvenzfälle). Die Gesamtzahl der Insolvenzen verringerte sich im selben Zeitraum auf Jahressicht um 3,1 Prozent (90.751 Insolvenzen).

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