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News, 18.11.2011
Deutsche Industrie
Anstieg der Erzeugerpreise schwächt sich weiter ab
Im Oktober sind die Preise auf Erzeugerebene auf Jahressicht so gering gestiegen wie seit einem Jahr nicht mehr. Sorgen bereitet jedoch weiterhin die Preisentwicklung bei Energie: Hier zogen die Erzeugerpreise weiter an.
Weiter entspannt hat sich vor allem die Preisentwicklung bei Metallen.
Weiter entspannt hat sich vor allem die Preisentwicklung bei Metallen.
Der Inflationsdruck auf Erzeugerebene schwächt sich weiter ab. Wie das Statistische Bundesamt bekannt gab, verringerte sich die Jahresteuerung von Industrieerzeugnissen im Oktober auf 5,3 Prozent. Eine geringere Jahresveränderungsrate hatte es auf Produzentenebene zuletzt mit 4,4 Prozent im November 2010 gegeben. Im September war der Index der Erzeugerpreise noch 5,5 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Gegenüber dem Vormonat verteuerten sich industrielle Güter im Oktober im Schnitt um 0,2 Prozent.

Wieder verstärkter Preisdruck bei Energie

Fast zwei Drittel der Jahresveränderungsrate waren dem Statistikamt zufolge auf die Preiserhöhungen bei Energie zurückzuführen. Im Durchschnitt kosteten Energieprodukte im Oktober 11,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, womit sich der Preisauftrieb bei der Energie auf Jahressicht wieder leicht verstärkte (September: +11,1%). Gegenüber September stiegen die Preise für Energie um 1,0 Prozent.  Am stärksten die Preise binnen Jahresfrist für Mineralölerzeugnisse, dies ich auf Jahressicht um 18,7 Prozent verteuerten und 0,7 Prozent mehr kosteten als im September. Besonders stark verteuerte sich leichtes Heizöl, für das Bezieher auf Produzentenebene 33,5 Prozent mehr zahlen mussten als im Jahr zuvor. Auf Monatssicht erhöhten sich die Preise für leichtes Heizöl um 4,9 Prozent. Die Preise für Dieselkraftstoff stiegen im Oktober binnen Jahresfrist um 17,7 Prozent (+1,8% gegenüber September), die für Motorenbenzin um 12,0 Prozent (-1,2% gegenüber September). Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff verteuerte sich auf Jahressicht um 2,7 Prozent (-1,0% gegenüber September) und elektrischen Strom im Schnitt um 6,0 Prozent (-1,0% gegenüber September). Ohne die Preiserhöhungen bei Energieprodukten wären die Erzeugerpreise im Oktober der Statistikbehörde zufolge lediglich 2,8 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen und gegenüber September sogar im Schnitt um 0,1 Prozent gesunken.

Preise für Metalle geben weiter nach

Bei den Vorleistungsgütern - Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden – hat sich der Preisanstieg dagegen weiter verlangsamt. Sie wiesen im Oktober eine Jahresteuerungsrate  von 3,2 Prozent auf und verbilligten sich auf Monatssicht um 0,7 Prozent. Im September war die Jahresveränderungsrate noch bei 4,2 Prozent und im August bei 4,9 Prozent gelegen. Weiter nach unten zeigte die Preisentwicklung  insbesondere bei den Metallen, die sich auf Monatssicht um 3,8 Prozent verbilligten und nurmehr eine Jahresteuerungsrate um 1,4 Prozent aufwiesen. Im September waren die Preise für Metalle noch  5,1 Prozent und im August 6,1 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats gelegen. Die Preise für Nichteisenmetalle und deren Halbzeug fielen binnen Monatsfrist sogar um 7,6 Prozent und notierten im Oktober, nachdem sie im September noch um 9,1 Prozent auf Jahressicht gestiegen waren, sogar 0,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau.  Chemische Grundstoffe kosteten 7,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (+ 0,3 % gegenüber September). Gummi- und Kunststoffwaren verteuerten sich auf Herstellerebene binnen Jahresfrist um 4,3 Prozent (+ 0,3% gegenüber September).

Verbrauchsgüter verteuerten sich auf Monatssicht um 0,5 Prozent und kosteten 4,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen auf Monatssicht ebenfalls um 0,7 Prozent und lagen 6,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Vor allem Zucker kostete erheblich mehr: Hier stiegen die Preise allein gegenüber September um 25,1 Prozent und binnen Jahresfrist um 25,2 Prozent. Auch Frucht- und Gemüsesäfte waren erheblich teurer. Sie kosteten 19,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, gegenüber September blieb hier das Preisniveau konstant. Kaffee verteuerte sich ebenfalls deutlich mit einer Jahresveränderungsrate von 17,3 Prozent (-0,3% gegenüber September).
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