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News, 20.12.2017
Arbeitskostenentwicklung im dritten Quartal
Anstieg der Arbeitskosten in Deutschland verlangsamt sich weiter
Der Arbeitskosten sind im dritten Quartal in Deutschland erheblich stärker gestiegen als im Vorquartal. Auf Jahressicht hat sich der Anstieg der Arbeitskosten dagegen weiter verlangsamt.
Die Lohnnebenkosten legten im Quartalsvergleich dreimal stärker zu als die Verdienste.
Die Lohnnebenkosten legten im Quartalsvergleich dreimal stärker zu als die Verdienste.
Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge lagen die Arbeitskosten in Deutschland im dritten Quartal kalenderbereinigt 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals. Damit hat sich der Anstieg der Arbeitskosten gegenüber dem Vorjahreszeitraum das zweite Quartal in Folge verlangsamt. Im ersten Quartal 2017 waren die Arbeitskosten noch auf Jahressicht um 2,5 Prozent gestiegen, im Vorquartal belief sich die Jahresveränderungsrate auf 2,3 Prozent. Gegenüber dem zweiten Quartal erhöhten sich die Arbeitskosten im dritten Quartal saison- und kalenderbereinigt um 0,7 Prozent.

Treiber bei den Arbeitskosten waren im dritten Quartal vor allem die Lohnnebenkosten. Sie erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 2,4 Prozent und gegenüber dem zweiten Quartal um 1,5 Prozent. Die Bruttoverdienste stiegen dagegen auf Jahressicht nur um 2,2 Prozent und im Quartalsvergleich um 0,4 Prozent.

Anstieg der Arbeitskosten geringfügig über dem EU-Durchschnitt

Mit den neuesten Quartalszahlen legte die Statistikbehörde auch die Veränderungsraten der Arbeitskosten im zweiten Quartal 2017 in der Europäischen Union (EU) vor. Danach verteuerte sich die Arbeitsstunde im zweiten Quartal im Durchschnitt aller EU-Mitgliedsstaaten binnen Jahresfrist um 2,2 Prozent und damit nur geringfügig langsamer als in Deutschland (+ 2,3 %).  Am stärksten legten die Arbeitskosten in Rumänien zu. Hier verteuerte sich die Arbeitsstunde binnen eines Jahres durchschnittlich um 18,6 Prozent. Erheblich höhere Arbeitskosten schultern mussten Arbeitgeber auch in Ungarn (+ 12,6 %) und der Tschechischen Republik (+ 11,3 %). In Spanien und Zypern erhöhten sich die Arbeitskosten mit einem Anstieg um jeweils 0,4 Prozent am geringsten, in Finnland verbilligte sich die Arbeitsstunde binnen Jahresfrist sogar um 0,3 Prozent.

Die Veränderungsraten der Arbeitskosten von Staaten außerhalb des Euro-Währungsgebiets sind in der jeweiligen Landeswährung gemessen und daher nicht währungsbereinigt. Auch erfolgten die Berechnungen zur Arbeitskostenentwicklung im EU-Durchschnitt ohne Berücksichtigung von Frankreich. Hier lagen zum Berechnungszeitpunkt dem Statistik zufolge noch keine Zahlen vor.

cs/Destatis; Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
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