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Pressemitteilung

Anlegern des Immobilienfonds Fleesensee droht Totalverlust

(PM) Hamburg, 24.08.2011 - Bei der Darstellung des Fondsobjekts im Emissionsprospekt hieß es noch vollmundig: „Neue Wege gehen, Chancen erkennen, Zukunft sichern“. Jetzt droht den Anlegern des Immobilienfonds Fleesensee GmbH & Co. KG der Totalverlust ihres eingesetzten Kapitals.

Zudem haben die Anleger nur noch bis zum Jahresende Zeit, die ihnen zustehenden Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Zwar hat der Bundesgerichtshof in seiner aktuellen Rechtsprechung (Urt. v. 08.07.2010 – III ZR 249/09) klargestellt, dass ein Anleger auf die Angaben seines Beraters vertrauen dürfe und daher nicht grob fahrlässig handele, wenn er den Ausführungen seines Beraters vertraue und den Inhalt des Prospektes nicht auf die Richtigkeit der Aussagen überprüfe. Allerdings stellt sich nunmehr das Problem der sog. Ultimoverjährung. Danach verjähren sämtliche Schadensersatzansprüche im Zusammenhang mit einer Fondsbeteiligung, die vor dem 1. Januar 2002 eingegangen worden ist, zum 31.12.2011, ohne dass es hierfür auf eine Kenntnis bzw. auf grob fahrlässige Unkenntnis des Anlegers ankäme.

Der geschlossene Immobilienfonds Fleesensee ist im Jahr 1999 aufgelegt worden. Die Anleger konnten sich an dem Fonds als Direktkommanditisten oder über eine Treuhandkommanditistin beteiligen. Die Mindesteinlage betrug 30.000,- DM, mithin 15.338,76 EUR. Mit der Zeichnung beteiligten sich die Investoren an der Dachgesellschaft von „fleesensee Hotels & Sport“, die jeweils zu 100 Prozent an fünf verschiedenen Projektgesellschaften beteiligt ist. Nach der Darstellung im Emissionsprospekt sollten die Projektgesellschaften durch den Abschluss langjähriger Managementverträge mit Mindestgarantien die Rentabilität des Fondsprojekts sicherstellen. Insgesamt haben sich etwas mehr als 1900 Anleger mit rund 91 Millionen Euro an der Fondsgesellschaft beteiligt. Allerdings sind von der Geschäftsführung des Immobilienfonds hiervon allein 40.643.100 EUR für Verwaltungs- und Finanzierungskosten, mithin für sog. „weiche Kosten“, verwandt worden. Somit machten allein die „weichen Kosten“ für das Fondsobjekt einen Anteil von 42,1 % des Kommanditkapitals aus. Der Rest des Investitionsvolumens stammt aus Fördermitteln des
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