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News, 10.07.2012
Single-Mütter oft gefangen in Hartz IV
Alleinerziehende Hartz IV-Empfängerinnen offen für fast jeden Job
Die absolute Mehrheit der Alleinerziehenden in Deutschland, die Hartz IV beziehen, würde jeden Job annehmen, sofern die angebotene Arbeit keine allzu großen Folgen für die eigenen Kinder hat, ergab jetzt eine Studie.
Wenn alleinerziehende Hartz IV-Empfängerinnen ein Arbeit finden, dann zumeist nur einen Mini-Job.
Wenn alleinerziehende Hartz IV-Empfängerinnen ein Arbeit finden, dann zumeist nur einen Mini-Job.
Für eine Arbeitsstelle würden die meisten alleinerziehenden Hartz-IV-Empfängerinnen viele Kompromisse eingehen. So wären drei von vier Alleinerziehenden in Deutschland, die Hartz IV beziehen, für einen Vollzeitjob bereit, eine Arbeit anzunehmen, die unter ihrer Qualifikation liegt, und hierfür auch belastende Arbeitsbedingungen in Kauf zu nehmen. Das geht aus einer neuen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Gut die Hälfte der alleinerziehenden Hartz IV-Empfängerinnen würde für den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt der Studie nach auch ein geringes Arbeitsentgelt akzeptieren. Lediglich Bedingungen, die der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zuwiderlaufen, akzeptierten Alleinerziehende dem IAB zufolge seltener als der Durchschnitt der Hartz-IV-Empfänger. „Ein langer Arbeitsweg von einer Stunde oder ungünstige Arbeitszeiten sowie ein Wechsel des Wohnortes werden von den meisten alleinziehenden Hartz-IV-Empfängerinnen nicht in Kauf genommen“, so das Institut.

Wie aus der Studie hervorgeht, rutschen Alleinerziehende, vor allem Single-Mütter, besonders häufig in Hartz IV ab. Dem IAB zufolge benötigen inzwischen vier von zehn Alleinerziehenden in Deutschland diese Form der Unterstützung. Fast alle davon seien Frauen.  Mehr als ein Drittel der alleinerziehenden Hartz IV-Empfängerinnen geht dabei parallel zum Leistungsbezug  dem IAB  zufolge einem Job nach. Meist handle es sich hierbei aber lediglich um einen Mini-Job, der aufgrund des niedrigen Verdienstes von maximal 400 Euro im Monat nicht zur Sicherung des Lebensunterhalts ausreicht. „Da das Angebot an ganztägiger Kinderbetreuung in Deutschland noch nicht ausreicht, ist eine Erwerbstätigkeit in größerem Umfang oft nicht möglich“, so das Arbeitsforschungsinstitut.
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