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Aktuelle IBH Studie analysiert Trends in der Garten Branche

Der Garten – respektive die Terrasse oder der Balkon – gewinnen im Alltag der Menschen an Bedeutung. Der aktuelle Gartentrend, seine Hintergründe und die Potentiale für die Garten Branche untersucht IBH in seiner aktuellen "Studie Garten 2010/2011".
(PM) Köln, 22.03.2011 - Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf den gewachsenen Stellenwert des Gartens im Rahmen der Freizeitgestaltung. Denn gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten nehmen die eigenen vier Wände und somit auch der Garten einen erhöhten Stellenwert ein. Von diesem Verhalten konnten die Bereiche Haus und Garten während der Wirtschaftskrise profitieren. Die Verbraucher fühlten sich verunsichert und suchten einen Rückzugsort, einen Raum für Geborgenheit, um vor dem Alltag und den damit verbundenen Problemen abzuschalten, aber auch einfach nur um zu entspannen. Aufgrund von Verunsicherung und Vorsicht steckte so mancher sein finanzielles und zeitliches Budget deshalb nicht in eine teure Urlaubsreise, sondern zum Teil in die eigenen vier Wände und Hecken.

Aber nicht nur der Wunsch nach Geborgenheit gab dem Gartenmarkt in der vergangenen Zeit Auftrieb. Auch wächst die Bedeutung des Gartens als Ort der Geselligkeit unter Freunden und Bekannten. War früher das Wohnzimmer unangefochten der Raum, der diese Funktion übernahm, so konnten aufgrund der steigenden Beliebtheit gemeinschaftlichen Kochens - und damit auch des Grillens - die Küche und der Garten ihre Relevanz ausbauen.

Damit einher ging und geht ein gestiegenes Anspruchsniveau an die Gartenausstattung. Denn warum sollte der Garten als verlängertes Wohnzimmer hinsichtlich Bequemlichkeit und Ausgestaltung nicht den gleichen Komfort wie das eigentliche Wohnzimmer bieten? Entsprechend die Trends: Plastikgartenstühle und -tische werden durch hochwertigere Pendants aus Holz und Metall ersetzt. Zusätzlich zum wackligen 5-Euro Holzkohlegrill erfolgt die Anschaffung einer Gasgrillstation. Und auch beim Kauf von Gartengeräten bzw. –maschinen nimmt der Fokus auf Qualität und Marke zu.

Über alle Warengruppen hinweg – von der Orchidee über den Sonnenschirm bis hin zur Teichpumpe –besitzt der Gartenmarkt ein Volumen zu Endverbraucherpreisen von 14,7 Mrd. Euro. Oder anders ausgedrückt: Jeder Bundesbürger gab zuletzt durchschnittlich 180,12 Euro für Produkte aus dem Gartenbereich aus. Damit konnte der Gartenmarkt das Jahr 2010 positiv abgeschlossen werden. Nach dem Rückgang im Krisenjahr (-3,3%) bestätigte sich damit der Eindruck vieler Marktteilnehmer, die aufgrund ihrer Auftragsbücher, Kundengespräche oder aufgelaufener Umsatzzahlen dem Jahresende mit guten Erwartungen entgegensahen. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Gegenüber 2009 wuchs das Marktvolumen des Gartenmarktes um 2,2%.

Der Blick auf die Distributionsstruktur im Gartenmarkt offenbart zwei grundlegende Einsichten: Zum einen existiert aufgrund der enormen Produktvielfalt eine sehr heterogene Vertriebswegelandschaft. Diese reicht von den Baumärkten über den Möbelhandel bis hin zu den Lebensmitteldiscountern.

Zum anderen lassen sich dennoch über alle Warengruppen hinweg drei dominierende Vertriebswege identifizieren: Mit einem Marktanteil von annähernd einem Drittel stellen die Bau- und Heimwerkermärkte das umsatzstärkste Vertriebsformat dar. Rund 18% entfallen auf den zweitwichtigsten Kanal, die Gärtnereien bzw. den Blumen-Fachhandel. Mit 14% befindet sich mit den Gartencentern auf Rang drei ebenfalls wieder ein Vertriebsformat, dass auf Großflächigkeit und die damit verbunden Sortimentsbreite- und tiefe setzt.

Weitere Informationen zur IBH Studie "Garten 2010/2011" unter:

www.marktforschung.de/studien-shop/marktdaten/garten-aussenbereich-112/garten-2010-2011-64132/
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