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News, 12.05.2009
Abwärtstrend hält an
Verstärkte Liquiditätsprobleme im Mittelstand
Die mittelständische Wirtschaft wird von Wirtschaftskrise hart getroffen. Neben teils erheblichen Umsatzeinbrüchen machen dem Mittelstand nach Auskunft der Creditreform vor allem die weiterhin schwierigen Bedingungen im Hinblick auf die Unternehmensfinanzierung schwer zu schaffen.
Wie der Verband der Vereine Creditreform e. V. berichtet, verzeichnete der Mittelstand im ersten Quartal 2009 bei den Umsatz- und Ertragszahlen massive Auswirkungen der weltweiten Rezession. Am schwersten betroffen sind demnach Unternehmen der Grundstoff-, Bau- und Metall- und Elektroindustrie. Allein der Einzelhandel und einige Dienstleistungsbereiche sorgten für etwas Stabilität. Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen Creditreform Wirtschaftsindikator, der seinen Abwärtstrend mit einem  Minus von 2,5 Zählern weiter fortsetzte. Mitverantwortlich für diese Entwicklung ist dem Verband zufolge, dass sich die Finanzierungsbedingungen trotz der deutlichen Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht verbessert haben.

Anstieg der Insolvenzen, Zahlungsverzug erhöht sich

Laut Creditreform hat sich die Insolvenzgefährdung deutscher Unternehmen im ersten Quartal 2009 weiter erhöht. So liegt der Creditreform Risiko Indikator (CRI), das zentrale Risikomaß, 0,04 Punkte über dem Vorquartalswert. Danach weisen aktuell pro 10.000 Unternehmen 226 Firmen ein Negativmerkmal auf, wie etwa einen massiven Zahlungsverzug oder einen Insolvenzantrag. „In den ersten drei Monaten des Jahres wurde eine schon überfällige Rechnung erst nach 13,4 Tagen beglichen. Im Vorjahresquartal betrugen die Zahlungsverzögerungen nur 12,9 Tage“, so der Verband. Die Folge: Die durchschnittliche Bonitätsnote der Unternehmen wurde einen Zähler herabgestuft.

Pessimismus überwiegt, aber Talsohle in Sicht

Wie die Analyse wichtiger Frühindikatoren auf der einen und der Geschäftserwartungen
der Unternehmen auf der anderen Seite aufzeigt, bleibt der Ausblick auf die kommenden Monate pessimistisch. Allerdings fallen die Einschätzungen der befragten Unternehmen zur künftigen Geschäftsentwicklung nicht pessimistischer aus als im Vorquartal. So steht der Erwartungsindex mit -10,3 Punkten auf einem ähnlichen Niveau wie bei der vorangegangenen Umfrage (-10,9 Punkte). Die Lage indes bleibt weiter kritisch, demnach die mittelständische Wirtschaft auch in den kommenden Monaten unter schwachen Exportmärkten und restriktiven Finanzierungsbedingungen zu leiden haben werde.

Vor allem die Unternehmensfinanzierung macht dem Mittelstand verstärkt zu schaffen: „Viele Unternehmen kommen zunehmend in Liquiditätsschwierigkeiten. Auch sind die deutlichen Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank bislang nicht bei den kreditabhängigen Unternehmen angekommen. Der Zugang zu Wachstumskrediten und Refinanzierung bleibt problematisch“, so der Verband in seinem Bericht. Entsprechend seien abgewiesene Kreditanträge im derzeit schwierigen Marktumfeld an der Tagesordnung. Wie aus dem aktuellen Wirtschaftsindikator hervorgeht, gibt es dennoch Grund für leisen Optimismus: „Nachdem der Creditreform Wirtschaftsindikator im ersten Quartal 2009 nochmals deutlich nachgegeben hat, ist für den weiteren Jahresverlauf mit einer Bodenbildung des Abschwungs zu rechnen.“

Quelle: Creditreform

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